Anpfiff – Blog zur 50. Jubiläumssaison der Fußball-Bundesliga

Hier findet Ihr immer wieder neue selbst verfasste Texte rund um den Fußball!

News rund um den Fußball findet Ihr ebenfalls hier!

Viel Spaß!

Schreibt Eure Meinung in die Kommentare und lasst mich Eure Gedanken wissen!

 

Eine Legende wird 50….

„Ganz unsexy sind wir jetzt nicht. Also ich bin jetzt relativ unsexy, des geb´ ich zu! Aber der Verein und die Struktur, die sind schon a bissle sexy!„
Das ist wohl einer der bekanntesten Sprüche von Christian Streich. Der Trainer des SC Freiburg wird 50!

Mit dem Fußball hat alles für den Sohn eines Metzgers beim Freiburger FC mit 18 Jahren angefangen. In seiner ersten Saison dort wurde er auch gleich Meister, verlor dann allerdings die Qualifikationsspiele zur 2.Bundesliga gegen Homburg und Bürstadt. Eine weitere Saison später führte Streichs Weg dann zu den Stuttgarter Kickers, 1985 noch Zweitligist. Allerdings war seine Zeit dort nach nur zwei Spielzeiten und zwei Toren in 21 Spielen schon wieder abgelaufen und er ging wieder in den Breisgau zurück, diesmal allerdings nicht zum FFC, sondern zum SC Freiburg. Aber auch dort wurde der damals 22- Jährige nicht sesshaft und nach wiederum nur einer Saison heuerte Streich beim FC 08 Homburg an. In diesen zwei Jahren, war Streichs erfolgreichste Zeit als Profi- Fußballer gekommen. Im Jahre 1989 stieg er als Tabellenzweiter in die Bundesliga auf. Homburgs zweiter Aufstieg in die 1.Bundesliga stellte sich aber wieder nur als ein einjährigen Bundesliga- Abenteuer heraus, da am Ende der Saison 1998/90 nur der 18.Tabellenplatz zu Buche stand.
Nach dieser kurzen Zeit als Profi, insgesamt waren es nur fünf Jahre, ging Streich nochmals für vier Jahre zurück zum Freiburger FC, ehe er nach der Saison 1993/94 seine Fußballschuhe an den Nagel hing.

Wieder zurück zum SC ging es für Streich 1995 als Jugendtrainer. Mit den A- Junioren des SC feierte er dann auch seine ersten Erfolge als Trainer. In insgesamt 17 Jahren Verantwortlichkeit wurde Streich 2006, 2009 und 2011 DFB-Junioren-Pokalsieger. Im Meisterschaftsfinale gegen die Auswahl aus Wolfsburg gewannen Streich und seine Spieler 2:0 und sicherten sich also auch die DFB-Juniorenmeisterschaft.

Als dann 2009 Robin Dutt als neuer Chefcoach des SC Freiburg vorgestellt wurde, erfüllte der Kult-Trainer dann eine Doppelfunktion als Assistent der A-Mannschaft sowie weiterhin der als Trainer der A-Junioren. Unter Streichs Leitung schafften einige junge Spieler dann auch den Sprung in das A-Team. Darunter sind der heutige Leverkusener Ömer Toprak, der Schalker Dennis Aogo, Oliver Baumann von der TSG 1899 und der ehemalige Bundesligaspieler Jonathan Pitroipa, aktuell aktiv für al-Jazira Club in Abu Dhabi.

Durch diese Entwicklung der Jugend, unter der Leitung von Christian Streich, beorderte man Streich dann zur Saison 2011/12 auch fest zum Co-Trainer der A-Mannschaft, die damals noch unter der Leitung von Marcus Sorg stand. Als dieser dann nach nur drei Siegen aus den vergangenen 17 Spielen beurlaubt worden war, stand am selben Tag schon der Nachfolger fest. Es war Streich, der dem SC dann am 32.Spieltag auch den Klassenerhalt sicherte.
Durch seine sehr unkonventionelle aber direkte Art bei Pressekonferenzen wurde Streich schnell zum Liebling der Medien und Fußballfans.
Hier ein paar seiner besten Sprüche:
„Am beschte: Machsch’de Fernseher aus, schausch’de Tabelle nit an, eh alles nix. Spielsch‘! Übsch‘!„
und
„Bodyguards? Ich brauch‘ keine Bodyguards. Bodyguards haben die Stars.“

Alleine diese beiden Zitate charakterisieren einen Herrn Streich sehr gut. Er ist ein realistisch denkender Trainer, der sich nicht davor scheut einmal deutliche Ansagen zu machen!

Zum anderen ist er aber auch immer ein sehr überlegter Mann, der Fakten auch auf Tisch bringen kann.

„Man wird nicht ein Star bei Bayern München, weil irgendeine höhere Macht gesagt hat, du wirst Star bei Bayern München.“

„Ein Verein gehört nicht einem Menschen. Der Verein gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren.

Doch auch für Scherze ist kaum ein anderer Bundesligatrainer so gut zu haben, wie der geborene Lörracher:
„Ich könnte jetzt hier eine Kampfansage an Bayern München machen: Zieht euch warm ab und nochmal drei Lederhosen drüber!“

Zum anderen zeigte sich Streich in Zeit als Erstligatrainer aber auch immer schlagfertig und pflegte, sagen wir, einen guten Kontakt zu den Schiedsrichtern und deren Assistenten sowie 4. Offiziellen.
Auch durch diese kleinen Duelle und Diskussionen am Seitenrand ist er unvergesslich geworden und hat unglaublich viel ehrliche Emotion in das harte Sportgeschäft gebracht.

„Ich habe mit den Schiedsrichtern ein sehr gutes Verhältnis gehabt und wir haben uns auf dem Platz das eine oder andere Mal konstruktiv unterhalten. In der Regel konstruktiv.“

Aber er ist natürlich nicht nur ein „Sprücheklopfer“ sondern auch ein sehr erfolgreicher Chefcoach.
Denn in der Saison 2012/13 verpasste der SCF nur knapp die Champions- League Qualifikation, durfte allerdings ohne weitere Play-offs durch den Pokalsieg von Bayern München an der Europa League teilnehmen. Aber der Erfolg zog natürlich Aufmerksamkeit auf den Klub aus dem Breisgau und so wurden Topspieler wie Daniel Caligiuri, Max Kruse und Cédric Makiadi von den Konkurrenten abgeworben. Durch diesen deutlichen Klassenerhalt sicherte sich der SC auch erstmals die fünfte Bundesligasaison am Stück.

Doch leider machte sich dieser personelle Umbruch sehr stark bemerkbar und die Freiburger hatten mit der dreifach Belastung wahrlich zu kämpfen. So schied man auch schon in der Gruppenphase der Europa League als Drittplatzierter aus, konnte doch trotzdem vorzeitig am 32.Spieltag den Klassenerhalt perfekt machen.
Die vergangene Saison 2014/15 verlief dann allerdings noch glückloser und schlechter als die vorherige und der SC musste sich nach langem anstrengendem Kampf und trotz des Sieges am vorletzten Spieltagswochenende gegen Meister Bayern München als Tabellensiebzehnter erstmal wieder aus dem Fußball- Oberhaus verabschieden.

Nun kann man Christian Streich nur alles alles Gute zum 50. (!) Geburtstag wünschen und ihm für seinen weiteren Werdegang, seine Familie und den SC Freiburg, der jetzt natürlich als Zweitligist vor einem erneuten großen Umbruch steht, nur das Beste wünschen.


Rauf, runter oder doch nicht?

Das spannendste Bundesliga- Finale der Geschichte ist abgepfiffen.
Es flossen Tränen der Freude aber auch der Trauer. Der eine darf hoch, der andere muss runter.

Ein kleiner Überblick über die aktuelle Situation in der 2. Liga.

Wie schon vor dem letzten Spieltag feststand, hat Ingolstadt den Aufstieg schon perfekt gemacht und spielt 2015/16 im deutschen Fußball-Oberhaus. Allerdings ging es für den Zweiten, Dritten und sogar Vierten noch um Relegation oder Direktaufstieg. Darmstadt, Karlsruhe und Kaiserslautern hatten also alle noch die Chance es zu packen, aber auch zu verspielen.

Die Tabelle vor dem letzten Spieltag sah folgendermaßen aus:

Spiele Tordifferenz Punkte

1. FC Ingolstadt 33 + 21 63 Direktaufstieg
2. Darmstadt 98 33 +17 56 Direktaufstieg
3. Karlsruher SC 33 +18 55 Relegation ( gg. den 16. der 1. Liga)
4. Kaiserslautern 33 +14 55

12. SV Sandhausen* 33 -5 38
13. Greuther Fürth 33 -6 37
14. St. Pauli 33 -10 37
15. 1860 München 33 -8 36
16. FSV Frankfurt 33 -13 36 Relegation ( gg. Dritten aus Liga 3)
17. Erzgebirge Aue 33 -15 35 Direktabstieg
18. VfR Aalen** 33 -11 31 Direktabstieg

* Sofortiger Punktabzug von drei Punkten
** Sofortiger Punktabzug von zwei Punkten

Dies bedeutete, das sowohl der KSC, der FCK und auch Darmstadt noch die 100%ige Chance auf den Aufstieg hatten, und auch St. Pauli, 1860 München, FSV Frankfurt und Aue um den Abstieg oder die Relegation spielen mussten.
Auch hier konnte noch jeder den Klassenerhalt perfekt machen oder ihn eben noch verspielen.
Doch einen Tag nach der Entscheidung ist es nun offiziell: Darmstadt darf direkt in Liga 1, der KSC muss in den beiden Relegationsspielen gegen Hamburg ran, und Kaiserslautern ist mal wieder der weinende Vierte. Zwischenzeitlich war der FCK sogar noch auf dem 3. Platz und die Lilien durch die Führung des KSC und ihr 0:0 gegen St. Pauli nur auf Rang vier. Doch in der siebzigsten Minute machte Tobias Kempe durch sein Freistoßtor alles klar und stürzte Lautern in Trauer.

Am anderen Ende der Tabelle war es dann auch geschehen.
Die Aalener waren auch schon vor dem entscheidenden 34. Spieltag abgestiegen, aber die Vereine davor hatten alle noch die Möglichkeit es zu schaffen.
St. Pauli hätte sich sogar – mit etwas Glück – eine Niederlage gegen Darmstadt erlauben können. Schlussendlich mussten sich die Kiez-Kicker dann auch mit einem 0:1 begnügen, konnten sich aber glücklich schätzen, dass Heidenheim Erzgebirge Aue ein 2:2 abgerungen hatte. Somit war Aue sicher abgestiegen und St. Pauli gerettet, da 1860 und Fürth nicht gewonnen hatten. Das bedeutete auch für Frankfurt, dass sie sich mit ihrem Sieg vor Fürth, St. Pauli und München setzen konnten und somit 1860 auf den 16. Platz schoben.
Hier die Abschlusstabelle der Saison 2014/15:

Spiele Tordifferenz Punkte

1. FC Ingolstadt 34 + 21 63 Direktaufstieg
2. Darmstadt 98 34 +18 56 Direktaufstieg
3. Karlsruher SC 34 +20 55 Relegation (gg. Hamburger SV)
4. Kaiserslautern 34 +14 55

12. SV Sandhausen* 34 -5 39
13. FSV Frankfurt 34 -12 39
14. Greuther Fürth 34 -8 37
15. St. Pauli 34 -11 37
16. 1860 München 34 -10 36 Relegation (gg. Holstein Kiel)
17. Erzgebirge Aue 34 -15 36 Direktabstieg
18. VfR Aalen** 34 -12 31 Direktabstieg

Die Tabelle zeigt uns also, dass sich mindestens vier Teams nächste Saison neu aufstellen müssen.

Nun ein kleiner Überblick über das, was die Auf- und Absteiger in der Pause erwartet.

1860 München
In den letzten Spielen hat die Mannschaft von Torsten Fröhling wirklich nicht mit gutem Fußball für sich geworben. Das heißt, dass man an der Grünwalder Straße jetzt schnellst möglich wieder einen Teamgeist und Spielwitz finden muss, um nicht gegen den anhaltend starken Drittplatzierten aus Liga 3, Holstein Kiel, unterzugehen und sich sportlich wie auch finanziell in eine unvorteilhafte Lage zu reiten.

Erzgebirge Aue
Für Aue ist der Abstieg besonders hart, da nur wenige Spieler aus dem aktuellen Kader einen Vertrag für die dritte Liga haben. Der Kontrakt von insgesamt 16 Spielern läuft am 30.06.2015 aus, und die Aufgabe ist es jetzt, möglichst viele dieser Spieler zu halten, um weiterhin mit einem guten Standard arbeiten zu können.

VfR Aalen
Wegen finanzieller Verschlechterung in zwei Kalenderjahren und dem Nichterfüllen der Lizenzauflagen wurden Aalen von der DFL zwei Punkte abgezogen. Somit war die Ausgangslage am 31. Spieltag noch schlechter als sowieso schon. Auch hier laufen sehr viele Verträge im Juni 2015 aus, und Aalen muss sich wohl oder übel ganz neu strukturieren.

Zu den ersten Plätzen, also Ingolstadt, Darmstadt 98 und Karlsruhe, kann man eigentlich nur eine positive Bilanz ziehen. Alle drei bekommen eine deutliche Finanzspritze durch das Erreichen ihrer Plätze und werden weniger Probleme mit Vertragsverlängerungen haben als die Schlusslichter. Trotz all dieser Vorteile muss jeder der Aufsteiger sich auf ein deutlich höheres fußballerisches Level heben, um nicht als Fahrstuhlverein zu enden. Der SC Paderborn, Braunschweig und auch St. Pauli haben das alles schon erlebt und können davon Lieder singen. Beim SCP lief die Hinrunde wirklich gut, da keiner so wirklich wusste, wie die Paderborner spielen und was sie an Qualität in petto haben. Doch nach der Winterpause lief es dann enorm schlechter, da jetzt jeder der siebzehn verbleibenden Vereine sie schon einschätzen konnte und Schwächen und Stärken kannte.

Also muss man ihnen den Erfolg natürlich anerkennen, die Aufsteiger aber auch vor einer möglichen Unterschätzung der Bundesligaqualität warnen. Es ist eine deutliche Steigerung zum letztjährigen Spielgeschehen – nicht umsonst gilt die 1. Bundesliga als eine der besten Ligen der Welt.


Ein Mann, kein Wort

Die anhaltende Trainerdebatte rund um den HSV und Thomas Tuchel ist zur Zeit das Thema in der Hansestadt. Dabei bräuchte der trotz des Trainerwechsels strauchelnde Bundesliga – Dino dringend bessere Leistungen, um sich gegen den drohenden Abstieg zu stemmen. Der bisherige „Direktor Fußball“, Peter Knäbel, dessen letzte Station als Vereinstrainer schon über 14 Jahre zurück liegt, konnte auch in seinem zweiten Spiel keine Argumente für sein Team sammeln, die für gute Chancen gegen den Abstieg sprechen. Ganz im Gegenteil zu Spieler Lewis Holtby hielt er nicht zu Unglücksrabe Cléber Reis, sondern stellte ihn sogar noch in aller Öffentlichkeit bloß. Scheinbar ist der strenge Herr Knäbel also nicht an Zusammenhalt interessiert, wozu manch ein eigener Spieler riet.
ZurZ eit sind es eher individuelle Fehler, die dem HSV das Genick brechen. Wie schon beim 0:4 gegen Bayer 04 Leverkusen waren es Fehler im Aufbauspiel, die für die Wolfsburger Tore sorgten.

Hinzu kommt, dass auch die Offensive der Hanseaten mit nur 16 Treffern die Schlechteste ist. HSV- Winterneuzugang Ivica Olic konnte auch daran nichts ändern und prangerte die fehlenden wichtigen Aspekte Freude, Spaß und Vertrauen an. Zum Zeitpunkt seines Wechsels hätte auch er nicht gewusst, dass die Mannschaft so am Boden sei. Alleine dieses Statement des erfahrenen Stürmers zeigt, wie kaputt das Konzept und die Mannschaft wirklich ist.

Aber möchte ein ehemaliger Erfolgstrainer wie Thomas Tuchel sich wirklich seinen in Mainz erarbeiteten Ruf als möglicher Coach eines Zweitligisten kaputt machen lassen?
Natürlich drängt sich auch dann wieder die Frage auf, ob ein Trainer doch dem Geld folgt und in Kauf nimmt, bei einem Verein unter Vertrag zu stehen, der kein wirkliches und klares Konzept vorzuweisen hat.
Die Optionen für Tuchel sollen laut verschiedener Medien nicht nur der HSV oder RB Leipzig sein, auch Schalke ist trotz der Verpflichtung von Roberto Di Matteo weiterhin am 41- Jährigen interessiert.

Doch Tuchel äußerte sich bisher eher sparsam zu den Gerüchten rund um seine Person. Lediglich nach der Bekanntgabe, dass er nächste Saison den Bundesliga- Dino trainieren werde, dementierte er diese Meldung.

Vielleicht überrascht er uns aber auch allesamt und kehrt nach seinem einen Sabbatjahr wieder zurück nach Mainz und übernimmt seine ehemalige Mannschaft wieder als Cheftrainer…


Ausgekaspert

Nach 14 Spielen in Folge ohne Sieg wird es schon langsam eng für Mainz 05. Genau aus diesem Grund wurde der Däne Kasper Hjulmand entlassen. Nach nur acht Monaten ist es allerdings schon ein sehr schneller Trainerwechsel für Mainzer Verhältnisse, denn der letzte so kurze Amtsinhaber ist schon über zwei Jahrzehnte her! Er war schlicht und einfach zu kühl und steril an der Seitenlinie. Nun soll wieder ein Mann aus den eigenen Reihen, der den Verein schon länger kennt, das Ruder rum reißen. Der bisherige U21- Trainer Martin Schmidt wurde als neuer Chefcoach übernommen. Der 47- Jährige hatte schon die ein oder andere etwas schräge Berufsstelle. Er ist gelernter KFZ- Mechatroniker und hatte sogar schon seine eigene Tuningfirma und war DTM- Mechaniker. Dazu baute er noch eine Textilfirma auf, die Uniformen zum Beispiel für die Mitarbeiter der Matterhorn- Bergbahnen herstellte. Nachdem diese sehr erfolgreich wurde, übergab er sie zwei seiner vier Schwestern. Er selbst meint: „Immer, wenn etwas perfekt läuft, brauche ich etwas Neues.“ Als Kind verdiente er sich sein Taschengeld in den Bergen und hütete Kühe und Schafe seiner Familie. Dann probierte er sich auch noch am Extrem- Skifahren. Dabei brach er sich Halswirbel und musste mit Lähmungen in die Klinik gebracht werden. Doch auch das hielt den Schweizer nicht auf. Fußballerisch war Schmidt nur in der 2. Liga der Schweiz aktiv, nach sieben Kreuzbandrissen wurde er aber nie Profi und beendete seine Karriere 2001. Der Fußball rückte nach diesen vielen Berufen dann für ihn in den Vordergrund und er trainierte Vereine in unteren Schweizer Ligen, wie beispielsweise den FC Raron über sieben Jahre. Im Jahre 2008 kam er dann als Jugendtrainer zum FC Thun. Vor vier Jahren holte ihn sein Vorvorgänger Thomas Tuchel in den Trainerstab der Mainzer. Der größte Erfolg Schmidts´ kam dann im vergangenen Jahr, als er mit der U21 des Karnevalsvereins in die 3. Liga aufstieg. Auch das ist wieder ein Beweis und eine Bestätigung seiner guten Arbeit aber auch die einer starken Jugendabteilung im Rheinland. Zur Zeit sieht es dort allerdings nicht so gut für die Mannschaft aus. Bis zur Winterpause steckten sie im unteren Tabellendrittel.
Ab jetzt ist der Schweizer Schmidt also zusammen mit dem gelernten Automobilkaufmann und Manager Christian Heidel für die A- Mannschaft verantwortlich. Vielleicht ergänzen sich die Beiden Autofachmänner zu einem neuen alten Traumduo wie zur Ära Klopp oder Tuchel.


Wer? – Schon wieder?

Nach der umstrittenen Wahl von Ronaldo zum Weltfußballer wurden neben DFB- Coach Löw, dem Trainer des Damenteams vom VfL Wolfsburg, Ralf Kellermann, auch noch Nadine Keßler ausgezeichnet. Die 27-Jährige Mittelfeldspielerin wurde das erste Mal zur „Fußballerin des Jahres“ gewählt. Sie spielt seit 2011 für den VfL Wolfsburg und wurde in ihrem zweiten Jahr schon Triple- Siegerin. In dieser Erfolgssaison spielte sie insgesamt zwanzig Mal für ihren Klub, erzielte dabei 12 Tore (!) und bereitete eins vor. Auch in der Damen- Champions- League spielte sie alle neun Spiele und hatte mit fünf Toren und 4 Assists einen erheblichen Anteil am Titelgewinn. Trotz ihrer nur sehr geringen Größe von nur 1,69m erzielte sie vier ihrer neun Bundesligatore per Kopf. Alle diese Daten bestätigen ihre Wahl zur Weltfußballerin nur noch mehr und zeigen, dass sie eine wahre Allrounderin ist, und die Wahl zurecht auf sie fiel.

Anders sieht es da allerdings im Bereich der Herren aus. Seit schon nun mehr als vier Jahren sind immerzu Ronaldo, Messi und ein ebenbürtiger, wenn nicht sogar besserer Spieler im Jahr, aufgestellt. Aber bisher gelang es nur Messi oder Ronaldo, die Wahl zu gewinnen. Dieses Jahr hätte es sicherlich auch ein Manuel Neuer mehr als verdient gehabt. Mit starken Leistungen bei der WM in Brasilien und bei Bayern München (i.d. Vorrunde nur vier Gegentore; bei der WM nur fünf ) war er mit einer der Leistungsträger in beiden Teams. Auch wenn die beiden Topstars der Primera Divison in den letzten Saisons immer wieder Topleistungen bei Barcelona und Madrid abgeliefert haben, hätte die Kür zum Weltfußballer auch mal ein anderer Topspieler verdient. Einen gewaltigen Pluspunkt hätte Neuer auf alle Fälle gehabt. Er ist der einzige, der seit mehreren Weltmeisterschaften mit seinem Team unter die Top vier kam. Ein Ronaldo stand beispielsweise seit zwei Meisterschaften nicht mehr unter den Top vier. Messi kam mit Argentinien 2010 in Brasilien auch nur auf Platz fünf. Deutschland konnte hingegen auch mit Neuer 2010 Platz drei erreichen. Welche Faktoren letztendlich in die Wahl des Weltfußballers eingehen, wird man wahrscheinlich nie erfahren. Denn nicht nur Messi und Ronaldo spielen seit vielen Jahren auf Topniveau.


15 / 3

Die Entscheidung ist gefallen. Das Hawk- Eye System, besser bekannt als Torlinientechnik hat es jetzt auch in Deutschlands Eliteliga geschafft. Nach der Tennisszene und der englischen Premier League haben auch die 18 Erstligisten mit einem Stimmergebnis von 15 / 3 der Technologie die Zustimmung gegeben. Eine Woche nach der Beschließung hierzulande, hat auch Italien für die nächste Saison der Einführung zugestimmt. Die Technologie, entwickelt im Jahre 2001 von Paul Hawkins (Mathematiker), funktioniert mit Hilfe von sechs und mehr Kameras, die in verschiedenen Blickwinkeln das Spielfeld erfassen. Die Position des Spielgeräts kann durch das Aufteilen seiner Fläche und Ausmessung in Dreiecke genauestens erfasst bzw. berechnet werden. Beim Tennis beispielsweise darf der Spieler dieses System dreimal anfordern und das Ergebnis wird als eine 3D- Animation ausgestrahlt, so dass Spieler, Schiedsrichter und Zuschauer es sehen können. Bei der FIFA- Klub-WM 2012 wurde das System der Hochgeschwindigkeitskameras erstmals im Fußball eingesetzt. Um dem Schiedsrichter auf dem Feld dann die Auswertung zu vermitteln, trägt dieser eine spezielle Armbanduhr (siehe Titelbild), die ihm durch „ Goal “ anzeigt, wie er zu entscheiden hat. Das System der Firma Hawk Eye ltd. (Tochterfirma von Sony Europe) kostet die Vereine pro Spiel circa 8.000 €, also unweit weniger als ein komplettes Schiedsrichtergespann. Diese Kosten werden sich aber wahrscheinlich sehr schnell lohnen, denn die Installation hat in 500 Spielen in Englands Topliga zuverlässig und erfolgreich gearbeitet. In Brasilien konnte sich die Technik „GoalControl“ aus Deutschland, vom Prinzip und der Funktionsweise das selbe, im Spiel der Franzosen gegen Honduras beweisen, als ein Schuss von Benzema vom Innenposten hinter die Linie sprang, aber vor der Auswertung nicht ganz eindeutig war, ob „Goal“ or „no Goal“.


Schweizer Konstanz

Der Schweizer Lucien Favre übernahm die Gladbacher 2011 kurz vor dem drohenden Abstieg. Unter ihm konnte sich die Borussia noch knapp auf den Relegationsplatz retten, und in den zwei entscheidenden Spielen gegen Bochum den Ligaerhalt sichern. Schon in der nächsten Saison führte er Gladbach überraschend in die Champions League Plätze. In Jahr darauf verpassten die Fohlen nur knapp die Europa League, aber gehörten trotzdem auch wieder zum attraktiveren Teil der Bundesligisten. Somit kamen Spieler wie Max Kruse vom SC Freiburg und Raffael kehrte von Dynamo Kiew wieder zurück nach Nordrhein- Westfalen. Und deren Leistungen in den vergangenen Jahren sind stark: Kruse traf in 2013/14 in 34 Spielen zwölfmal und bereitete ebenfalls zwölf Tore vor. Auch der Gladbacher Spielmacher Raffael hat sehr sehr gute Leistungen geliefert ( 35 Einsätze, 15 Tore und 7 Vorlagen) und gehört zu einem der Unverzichtbaren. Durch die diesjährigen Transfers von André Hahn aus Augsburg, Ibrahima Traoré, Fabian Johnson und vor allem der Leihe von Thorgan Hazard, dem jüngeren Brüder des Topstars Eden (ebenfalls Chelsea), kam zusätzliche Quantität und hervorragende Qualität nach Gladbach. Dies spiegelt sich auch zur Zeit in der Bundesliga und der Europa League wieder, wo die Borussia als Tabellenzweiter und Gruppenerster für Furore sorgt. Das beeindruckende daran aber ist, dass der rotationsfreudige Favre es geschafft hat, eine so klasse funktionierende Mannschaft aufzubauen, die egal, wer miteinander spielt, zu einer der aktuell Stärksten gehört. Unglaublich aber wahr: in den bisher neun Bundesligaspielen hat Favre entweder immer in einer anderen Formation, oder aber mit unterschiedlichem Personal spielen lassen. Diese Tatschachen lassen auf eine wahnsinnig starke Konstanz, Spielstrategie und Mannschaftsstärke schließen.


Immer wieder kommt es vor … !

Mittlerweile hat sich der Rassismus auch über den Sport übertragen, und dass schon seit geraumer Zeit! Häufiges Opfer war dabei der Fußballprofi Mario Balotelli. Natürlich macht er sich mit seinen Aktionen neben dem Platz nicht beliebter. Allerdings sind seine Skandale abseits des Sports nicht der Auslöser der Aufhetzungen gegen ihn. Als bei seiner Zeit in Milan wieder sogenannte „Fans“ Schmähgesänge gegen den dunkelhäutigen Halb-Ghanaer anstimmten wurde die Partie für ungefähr eineinhalb Minuten unterbrochen, und Balotelli erklärte bei den nächsten Andeutungen auf Diskriminierung den Platz sofort verlassen zu wollen. Auch die italienische Sportzeitung „Gazzetta dello Sport“ reagierte auf die Häufigkeit der Diskriminierung erbost. Auch Milan-Kapitän Massimo Ambrosini möchte dieses Auftreten nicht weiter dulden: „So eine Dummheit darf nicht toleriert werden.“ Selbst das Idol Francesco Totti vom AS Rom konnte seine gastgebenden Anhänger an diesem Spieltag (0:0) nicht zur Vernunft bringen, und die Tageszeitung „La Repubblica“ schrieb: „Das Schlimmste am Sport. Ein Unentschieden, das wehtut.“ Balotelli reagierte auf solche Vorfälle schon öfter mit Bildern worauf stand: „Why always me?!“ Eine Antwort auf diese Frage hatte ein Fan Balotellis auf der Plattform „Twitter“: „Weil du immer du bist!“ Natürlich können seine skandale im Privatleben Auslöser für Ärgernisse sein, sollten aber nicht in Rassismus enden. Auch in der spanischen Liga wurde Barcas Außenverteidiger Dani Alves mit dem Wurf einer Banane beleidigt, als er eine Ecke für sein Team schießen wollte. Seine Reaktion rief sofort eine Initiative ins Leben. Er hob nämlich die Banane einfach auf und schob sie sich, bevor er die Ecke trat, auf einmal in den Mund und hatte somit mit dem Fall abgeschlossen. Nur wenige Stunden später zeigten sich seine Profisportler- Kollegen auf sozialen Plattformen abgelichtet mit einer Banane in der Hand und warben um Toleranz. Auch in der österreichischen Liga gab es ein ähnliches Vorkommnis. Der Siegtreffer für Sturm Graz des ehemalige Lauterer Stürmer Richard Sukuta-Pasu wurde ebenfalls mit Affenlauten begleitet. Erstmals im Fußball wurde eine Partie wegen anhaltenden abwertenden Rufen gegen den Schalker und Ex-Milan Spieler Kevin- Prince Boateng abgebrochen, nachdem er kurzer Hand den Platz verließ. Auf eine andere Art und Weise „feierte“ der griechische Fußballspieler Giorgos Katidis seinen Treffer für AEK Athen. Mit seinem Hitlergruß wollte er angeblich nur einem Spielerkollegen sein Tor widmen, indem er damit auf ihn in die Tribüne deutete. Nachdem der Eklat eine riesige Welle schlug, beteuerte er sein Handeln und verteidigte seinen Jubel damit, dass er die Bedeutung des Grußes nicht gekannt habe. Darauf hin wurde er durch die griechische Fußballföderation lebenslänglich von allen Auswahlmannschaften des Landes ausgeschlossen. Nun steht er seit Juli vergangenen Jahres beim italienischen Zweitligisten Novara Calcio unter Vertrag. Die Frage ist aber doch, warum sich Spieler oder doch mehr Anhänger gegen andere Nationalitäten oder Farbigkeit aufhetzen. Wahrscheinlich wird man nie einen Grund dafür finden und noch weniger einen Weg, diese Menschen aus dem Sport zu suspendieren. Man kann nur immer wieder mit Aufzählungen wie diesen darauf hinweisen, den Sport und nicht die Gewaltbereitschaft solcher Menschen zu unterstützen.


Der Holzscheitel der Welt

Jürgen Klopp wurde auseinander genommen. In den letzten Wochen hagelte es wie verrückt Kritik gegen den Trainer von Borussia Dortmund. Dabei ist er nur ein Trainer, der sich gerne ehrlich mit Journalisten auseinandersetzt und nicht mit diesen Standardantworten den Reportern begegnet. Er weiß, was er zu sagen hat und sagt das auch. Doch seit seinem Auftritt beim ZDF ist er der Kritikpunkt der Liga. Auf die Frage von Jochen Breyer, dass die Champions League nach dem 0:3 gegen Real jetzt doch eigentlich gelaufen sei, brauste er auf und ließ sich das nicht gefallen. Er könne doch seiner Mannschaft nicht sagen,“So das ist für uns gelaufen“, genauso wenig wie „Wir hauen die jetzt weg“ widersprach Klopp. Wöfür werde er bezahlt,wenn er das jetzt seiner Mannschaft sagen würde. Und Klopp hatte die letzten Woche schon genug Ärger, das Wortgefecht mit Sammer, die Geldstrafe für sein Verhalten an der Außenlinie und immer wieder Verbannungen auf die Tribüne. Aber spätestens nach dem Besuch im ZDF- Studio kurz nach dem Spiel, wird er wie ein Holzscheitel zerhackt. Aber auch der ZDF- Experte Oliver Kahn musste sich zu kontrollieren wissen, wie er später sagte.Doch auf Klopps Reaktion wird wie gesagt immer noch herumgeritten. Allerdings hat er schon recht, wenn er sagt auf doofe Fragen kann er auch doof antworten. Denn Moderator Jochen Breyer hätte die Frage mit Sicherheit auch vorsichtiger formulieren können. Der ehemalige Torwart verteidigte Klopp kurz danach gegen Jochen Breyers Frage und konnte seine Reaktion nachvollziehen. Und wie wir alles wissen, gilt Jürgen Klopp auch nicht als der zurückhaltenste und ruhigste Trainer der Liga.

Er ist eben einer der seine Emotionen zeigt und nicht an sich zweifelt.


Spanien und das Geld

Das Land Spanien steckt in der Finanzkrise aber ein Geschäft stört das überhaupt nicht. Den Fußball.

Des Öfteren wurde das Verhalten der spanischen Topklubs Barcelona und Real Madrid als „unmoralisch“ dargestellt und harsch kritisiert.

Meiner Meinung nach tut die Presse und ganz Spanien das zurecht. Denn muss ein Verein wie Real Madrid, der nebenbei 590 (!) Millionen Euro Schulden hat, etwa noch eine teureren Spieler als Ronaldo, im Jahre 2006 94 Millionen Euro teuer, verpflichten. Es drehte sich hierbei um den Waliser Gareth Bale von Tottenham Hotspurs. Die „Spurs“ wollten angeblich einen dreistelligen Millionenbetrag. Spätestens dann stiegen alle anderen europäischen Topklubs aus dem Rennen aus, und es machten Tottenham und Real. Schlussendlich wechselte der Waliser in die spanische Hauptstadt. Allerdings nicht für die magischen 100 Millionen Euro aufwärts, sondern laut Real-Präsident Pérez für „nur“ 91 Millionen. Das erklärt auch, warum die Madrilenen 590 Millionen Euro Schulden haben. Wenn man alleine für knapp 190 Millionen (!) zwei Spieler holt. Das entspricht ungefähr dem gesamten Kaderwert von Schalke 04.

Aber auch Rivale Barcelona hat bei den Ablösemodalitäten um Neymar nicht gespart. Wie am Freitag bekannt wurde, zahlte Barca für die gesamte Abwicklung des Transfer nicht nur 57 sondern 86,2 Millionen. Dies bestätigte Neu-Präsident Josep Bartomeu – der frühere Barca-Boss Sandro Rossell war wegen des Verfahrens gegen den Transfer vorzeitig zurückgetreten. Dabei soll Neymar alleine nur für seine Unterschrift zehn Millionen Euro Handgeld bekommen haben und pro Jahr 8,8 Mio. Euro verdienen. Nebenbei habe die Firma der Eltern 40 Millionen Euro und Neymars Vater zusätzliche 2,5 M€ als Vermittlungsprovision erhalten. Neymars Ex-Verein FC Santos erhielt insgesamt nur 17,1 Millionen Euro für den 21-jährigen. Der Rest ging für Werbeverträge oder Ähnliches an Familie Neymar.

Dazu kommt, dass beide Vereine vorhaben, ihre Stadien zu erneuern. Real hat dazu kürzlich einen 400-Millionen-Entwurf von einem Hamburger Architektenbüro vorgestellt. Die Hamburger Architekten „Sozietät gmp“ haben auch die WM-Stadien Kapstadt, Port Elizabeth und Durban in Südafrika sowie 2006 das Berliner Olympiastadion entworfen und gebaut. Das Bernabéu soll bis 2017 umgebaut werden. Auch die Katalanen planen einen teuren Stadionumbau des Camp Nou. Unter anderem sollen nach vier Jahren Bauzeit statt aktuell 99.000 Besuchern dann bis zu 105.000 einen Platz in der Heimstätte finden, und das Stadion soll moderner werden. Das alles soll um die 500 Millionen kosten.

Aber die Finanzkrise belastet auch andere Vereine Spaniens. So haben beispielsweise die Spieler des Traditionsvereins Racing Santander im Pokalspiel gegen San Sebastian gestreikt und für einen Spielabbruch gesorgt, da sie ihr Gehalt seit September nicht bekommen haben.

Die Beispiele von Barcelona, Real Madrid und Racing Santander zeigen, dass das verschuldete Spanien sogar den Fußball beeinträchtigt. Das Rennen um den teuersten Spieler aller Zeiten kann also auch nicht von einer Finanzkrise gestoppt werden. Trotzdem ist der Umgang mit hohen Millionensummen von Real und Barca nicht nachzuvollziehen. Denn irgendwie finden sich diese Gelder bei den Spitzenklubs doch. Aber letztendlich verschulden sich die Vereine nur noch mehr.


Optische Täuschung

Jeder war verdutzt. Niemand wusste wie es wirklich war.

Der Aufreger der bisherigen Bundesliga-Saison hat sich zugetragen in der Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim. Das Freitagsspiel zwischen Hoffenheim und Leverkusen ging um kurz nach halb zehn ins Geschichtsbuch ein. Ein Eckball vom Leverkusener Gonzalo Castro findet den Kopf von Teamkollege Stefan Kießling. Doch der traf vermeintlich nur das Außennetz. Kießlings reagierte mit Enttäuschung auf die vergebene Chance. Er schlägt die Hände verärgert über dem Kopf zusammen, ehe er von Mitspieler Reinartz Glückwünsche zum Tor bekommt. Doch wie konnte das sein, der Ball ging doch klar am Tor vorbei, dachten zumindest alle in der Wirsol-Arena. Auf einmal lag der Ball im Tor und Schiedsrichter Dr. Felix Brych gab das Tor wie jedes andere. Dennoch beklagten sich hinterher die Fans, Reservespieler und Verantwortlichen der TSG – zurecht. Wie in den
Fernseh-Aufnahmen später zu sehen war, war ein kleines Loch im Tornetz der Gastgeber. Kließlings Kopfball fiel durch genau dieses Loch hinter die Linie. Doch wie konnte es überhaupt zu diesem Phantom-Tor kommen? Die Hoffenheimer jedenfalls drängen, egal wie dieses Tor zustanden gekommen ist, auf ein Wiederholungsspiel. Bayer-Kapitän Rolfes ist klar gegen ein Wiederholungsspiel, da Fehlentscheidungen zum Fußball gehören und auch nach einer falschen Abseits- oder Elfmeter-Entscheidung noch nie ein Spiel wiederholt wurde. Fest steht: Der gastgebende Verein muss für die Wettbewerbsfähigkeit des Stadions sorgen. Aber wieso ist keinem dieses kleine Leck im Tornetz aufgefallen? Weder erkannte der Schiedsrichter-Assistent vor Anpfiff des Spiels und vor Wiederbeginn der 2. Hälfte das Loch im Netz noch jeder andere. Jedoch weiß noch keiner, ob das Loch von Anfang an im Netz war oder ob es im Laufe des Spiels durch beispielsweise einen herein gestürzten Spieler oder desgleichen zustande gekommen ist. Somit ist die Entscheidung, ob Wiederholungsspiel oder nicht auch nicht gerade leicht. Vorwürfe von Hoffenheimer Seite gegenüber Kießling und Leverkusen gibt es daher nicht. Wer weiß denn schon, wie man selbst in dieser Situation als Stefan Kießling, als Spieler von 1899, Schiedsrichter, Assistent, Torrichter oder 4. Offizieller gehandelt hätte. Das größte Problem bei diesem kuriosen Tor ist, dass die Entscheidung durch Dr. Felix Brych als „Tatsachenentscheidung“ zu werten ist, und deshalb nicht einfach zurück genommen werden kann. Ein weiterer Problemfall: Wem soll man die Schuld an dem Ganzen geben? Dem Greenkeeper von Hoffenheim oder dem Schiedsrichter-Gespann? Dieses Tor kann aber durchaus ein Wertvolles in der Diskussion um Torlinientechnik oder nicht sein. Der DFB-Vizepräsident Rainer Koch spricht sich klar für die technischen Hilfsmittel aus und möchte nun Gewissheit im Fall Phantomtor. Das muss jetzt erst einmal in aller Ruhe analysiert und entschieden werden.

Es ist davon auszugehen, dass dieses besondere Tor den DFB und die FIFA noch einige Tage beschäftigen wird.

 

Zurück aus der Kreidezeit

Der Bundesliga-Dino scheint wiederbelebt. Seit dem 25. September leitet der ehemalige holländische Nationaltrainer Bert van Marwijk das Training der Hanseaten und hatte damit zwei Einheiten Zeit, seine Mannschaft auf den kommenden Gegner Frankfurt vorzubereiten. Am Ende stand ein 2:2 auf der Anzeigetafel. Das erste Lebenszeichen des ältesten Bundesligateams.

Der Leader ohne Führungsfunktion

Rafael van der Vaart sollte Fink und Hamburg aus der Krise retten. Die letzte Spielzeit hat er die junge, aber dennoch erfahrene Mannschaft noch retten können, doch nach der Sommerpause kam der HSV nicht mehr in Tritt. So wurde nach nur vier Punkten aus sechs Spielen  die Reißleine. Wenn man sich jedoch mal den Kader des Bundesliga-Dinos ansieht, versteht man nur schwer, warum dieses große Potenzial nicht auf den Platz gebracht werden konnte. Mit Maximilian Beister, Rafael van der Vaart, Artjoms Rudnevs und Co sollte man meinen, eine gute Offensive zu haben. Genau das gleiche Potenzial hat die Defensive mit Jansen, Westermann und Adler. Doch genau diese machte immer wieder Probleme, 17 Gegentore nach sechs Spielen. Dem HSV fehlt die Sicherheit in der Defensive und eine Führungsperson, die einer Mannschaft Mut und Selbstvertrauen verschafft. Ein van der Vaart ist dafür leider im Moment nicht der Richtige, da auch ihm die Chef-Mentalität fehlt. Genau das gleiche Problem hat Schalke mit Mittelfeldspieler Kevin-Prince Boateng vom AC Milan gelöst. So eine Lösung soll beim HSV eben der Holländer Bert van Marwijk  als Trainer sein. Der 61-Jährige übernimmt eine Mannschaft, die starke Einzelspieler hat, aber keinen Teamgeist aufweist. Diesen muss der HSV zurück gewinnen, um das nationale Ziel zu erreichen und sportlich wie auch finanziell wieder auf der Höhe zu sein. Van Marwijk zeigte sich nach dem Spiel gegen die Eintracht optimistisch: „Wir wussten, dass es nicht einfach werden würde. In den ersten Minuten haben wir guten Fußball gezeigt, mit Aufbau von hinten raus. Danach wurde es etwas schlechter“, und weiter: „Die zweite Hälfte hat mir viel besser gefallen. Da hat man gesehen, dass wir ein paar sehr kreative Fußballspieler haben, die im Mittelfeld den Unterschied machen können“ und: „Wenn sie das Vertrauen haben, und die Mannschaft hat das Vertrauen, denke ich, dass wir uns steigern können.“

Als nächstes wird der HSV vom 1.FC Nürnberg empfangen – eine durchaus machbare Aufgabe.

Die Leichtathletik-WM 2013 in Moskau

Russland führt ihn momentan an, den Medaillenspiegel. Was den Zuschauerdurchschnitt einer Leichtathletik-WM angeht, haben sie noch großen Nachholbedarf bis zu Sotschi 2014. Die Eröffnungsrede von Präsident Putin hörten gerade einmal 20.000 Leute live im Luschniki-Stadion. Auch beim 100-Meter-Finale mit Superstar Usain Bolt war das knapp 80.000 Zuschauer fassende Stadion nur bis zur Hälfte gefüllt. Und auch die deutschen Sportler finden die fehlende Atmosphäre bedauernswert. So zum Beispiel Zehnkampf-Silbermedaillengewinner Michael Schrader, der eine Stimmung wie in London vermisste. Auch die Kugelstoßen-Vizeweltmeisterin Christina Schwanitz gab gegenüber der Süddeutschen Zeitung zu bedauern, dass nur […] „fünf Leute und drei Hunde die Siegerehrung im Stadion mitbekommen haben.“ Es sollen teilweise so wenige Zuschauer im Stadion gewesen sein, dass man laut BBC schon angefangen hat, die leeren Sitzreihen, mit bunten Plänen zu überdecken! Die Zuschauer der WM, so meldete der Verband IAAF, sei dennoch an den acht Final-Abschnitten sogar mit circa 270.000 Besuchern höher als in der vergangenen WM in Daegu/Südkorea gewesen. Trotz der fehlenden Stimmung haben die deutschen Sportler insgesamt eine gute Figur bei der diesjährigen WM abgeliefert. Sicherlich war es in den Hoch- und Weitsprungfinals mit wenigen Zentimetern knapp, aber dennoch wusste der DLV-Cheftrainer Idriss Gonschinska die Leisung im ZDF-Interview richtig einzuschätzen. Für eine Überraschung sorgten auch die beiden Stabhochspringer Raphael Holzdeppe und Björn Otto. Der junge Holzdeppe (über)sprang im Finale überraschend den französischen Weltmeister Renaud Lavillenie mit der Gold-Höhe von 5,89 Meter. Dritter wurde der 35-jährige Björn Otto, der sich nach dem Wettkampf etwas betrübt gab: „Das ist im Vergleich zu London ein kleiner Rückschritt.“
Damals gewann Otto hinter Lavillenie und vor Holzdeppe Silber. Nächstes Jahr will der geborene Westfale aber noch weiter springen, „Ich werde auch im kommenden Jahr springen“, „ich will es nochmal wissen.“ Wissen wollten es heute Nachmittag auch noch einmal die 4x100m-Staffeln der deutschen Damen und Herren. Als erstes liefen die vier Deutschen, Jasmin Kwadwo, Inna Weit, Tatjana Pinto und Schlussläuferin Verena Sailer. Nach einer vorher vermuteten Disqualifikation, die aber zurecht zurückgenommen wurde, belegten sie mit der Zeit von 42,90 Sekunden Platz fünf im Finale. Die Herren belegten in der Besetzung Lucas Jakubzcyk, Sven Knipphals, Julian Reus und Martin Keller mit 38,04 Sekuden ebenfalls den fünften Platz und gab sich damit auch zufrieden. Wenige Minuten davor hatten die Deutschen schon etwas zu bejubeln. Die Speerwerferin Christina Obergföll sicherte sich mit ihrem Wurf über 69,05 Meter die erste Goldmedaille ihrer Karriere. Nebenbei bekommt ihr Lebensgefährte Boris Henry damit in näherer Zukunft einen neuen Nachnamen. Die beiden trafen die Abmachung, wenn sie Weltmeisterin wird, muss er ihren Nachnamen bei der anstehenden Hochzeit annehmen. An den zwei Tagen zuvor, kürte sich zudem Diskuswerfer Robert Harting trotz Rückenproblemen mit einer Weite von 69,11 Metern zum Weltmeister. Der jüngste Kugelstoß-Weltmeister, David Storl, sicherte sich durch einen furiosen Videobeweis des deutschen Fotografen Kai Pfaffenbach, über die Entscheidung der Gültigkeit beim weitesten Wurf des Abends, die goldene Medaille. Somit lieferten die Deutschen bei der WM in Moskau eine überraschend gute Leistung ab und finden sich auf Rang vier im Medaillenspiegel mit insgesamt neun Edelmetallen wieder.

Die deutschen Fußballfrauen gewinnen ihren achten EM- Titel in Schweden!

Die deutsche Frauenelf setzte sich im Finale gegen den Gruppengegner Norwegen durch ein sehr gute Vorstellung mit 1:0. Im gesamten Spielverlauf haben die deutschen ihrem Einzug ins Finale keinen Zweifel gegeben und würden schlussendlich durch Anja Mittag für ihre kontinuierlich Leistungssteigerung im Turnier belohnt. Gegen Ende Nr zweiten Halbzeit sah es jedoch eher nach einem Sieg für die Skandinavierinnen aus. Die Rumänische Schiedsrichterin pfiff nach einer Schwalbe von Trine Rönning nach einer halben Stunde Elfmeter und die deutschen Frauen drohten Rückstand geraten. Doch die deutsche Torfrau Nadine Angerer parierte den Elfmeter mit dem Fuß und hielt somit ihre Kolleginnen im Spiel. Nach fünfzig Minuten traf die eingewechselte Anja Mittag auf Vorlage von Celina Okoyino da Mbabi zum 1:0 und die deutschen wurden für ihren beherzten Auftritt belohnt. Nach einer Stunde kam es wieder durch eine Fehlentscheidung der Schiedsrichterin Cristina Dorcioman zu einem erneuten Strafstoß und die Norwegerin Gulbrandsen verschoss wieder an Nadine Angerer, die mit ihrer rechten Hand den Schuss parierte und der DFB-Elf somit den verdienten Titel sicherte.

Foto

20130518-130123.jpg

Der deutsche Fußball
In den letzten Woche hat man in Deutschland gestaunt. Was früher als galaktisch und unerreichbar galt, wird heute wahr. Vor fünf Jahren sprach keiner von einem Sieg über Barcelona oder Real Madrid. In zwei den letzten zwei Wochen änderte sich’s. Bayern München bewarb sich am 24. April mit einer außergewöhnlichen und mehr als galaktischen Vorstellung gegen den FC Barcelona für das Champions-League Finale im Wembley. Wer hätte gedacht, dass die Bayern unter Jupp Heynkes sogar die vermeintlich beste Mannschaft der Welt schlagen? Alle! Denn diese Über-Bayern kann diese Saison wohl keiner mehr schlagen. Mit einem 4:0 in der Allianz Arena standen sie mit wohl mehr als anderthalb Beinen im Endspiel am 25. Mai. Die Vorstellung von Müller und Co. war einfach nur purer Spaß. Barcelona hatte quasi keine Möglichkeit ihr Tiki-Taka aufzubauen und einen Messi in Szene zu setzen. Das gleiche Bild im Rückspiel. Der FCB wusste, dass dieses 4:1 kein Ruhepolster ist und so machten sie da weiter, wo sie vergangene Woche aufgehört hatten. Mit einem 3:0 und einer wieder sehr intelligenten Spielweise beeindruckten sie einfach jeden. Auch die verwarnten Spieler um Schweinsteiger und Co. wussten sich richtig zu verhalten und so müssen die Münchner auf keine Stammkraft im Finale verzichten.
Götze fällt aus
Anders erging es da dem BVB gegen Real Madrid. Da musste Superstar Mario Götze schon nach gut fünfundzwanzig Minuten vom Platz. Diagnose: Muskelfaserriss. Dennoch gewann Dortmund auch durch eine tolle Vorstellung mit 4:1. Der begehrteste Stürmer im Moment, Robert Lewandowski, erzielte alle vier Tore für Dortmund und deshalb war auch da schon fast alles gesagt. Die Woche darauf dann die Zitterpartie. Real Madrid kam nach dreiundachtzig Minuten durch das 1:0 in Schwung und konnte zwei Minuten später sogar noch hoffen. Das 2:0 durch Benzema ließ Dortmund noch einmal zittern. Die letzten regulären fünf Minuten plus dreihundert Sekunden Nachspielzeit waren die aufregendsten in Mats Hummels bisheriger Karriere wie er hören ließ. Dennoch machte Dortmund das deutsche Finale mit Ach und Krach klar und trifft nun auf keine „Über-Bayern“ der Saison.
Das zeigt aber auch, dass der deutsche Fußball aufholt und nun mit England und Spanien gleichgezogen hat und sogar ein entscheidendes Quentchen mehr „Etwas“ hat.
Möge der Bessere gewinnen!

SC Freiburg – Was macht diesen Klub eigentlich so „sexy“?

Es ist der Trainer? Christian Streich jedenfalls findet nicht sich so sexy, sondern das Konzept des Vereins.
Er sagte vor dem Pokal-Halbfinale: “ Mir wolle ‚d Ball weil mir kicke wolle.“ und weiter, „Taktische Dinge liege uns nicht!“
Ja, genau das ist es: die Art des Christian Streich. Er ist direkt, unkompliziert und vorallem erfolgreich. Das Team weiß, was es gegen seine Gegner zu tun hat, egal ob gegen Bayern München oder gegen Hoffenheim. Streich bereitet seine Mannschaft mental und physisch auf seine Gegner vor und findet auch gegen große Namen eine Möglichkeit, seine Spielkultur durchzusetzen.
Seine Mannschsft ist jung, spritzig und hat die Lust zu gewinnen. Der älteste Spieler der Breisgauer ist der tschechische Innenverteidiger Pavel Krmas mit 33 Jahren. Auch er blüht auf und ist für den Erfolg mitverantwortlich, denn er ließ zusammen mit Fallou Diagne, 23, bis zum 29. Spieltag nur 26 Gegentreffer zu. Das spiegelt dann auch der 5. Tabellenplatz wieder, der die Europa League bedeuten würde. Nur ein Punkt trennt die Freiburger zudem vom 4. Platz, was wiederum die Champions League Qualifikation heißen würde. Um diesen Platz zu erreichen, müsste aber die bis hierhin brillierende Offensive um Kruse, Caliguri und Co weiter so gut aufspielen wie in den letzten Wochen. Zusammen haben diese beiden schon 15 Tore erzielt und 125 Torschüsse abgegeben. Da übertreffen beide Spieler sogar Franck Ribéry, 54. Auch in der Torschussbeteiligung liegt Max Kruse, 160, gegen Ribéry deutlich vorn, 143.

Aber Erfolg macht aufmerksam…

…und deshalb kann Freiburg nächste Saison nicht mehr auf Kruse und Caliguri setzen. Kruse verlässt den SC in Richting Gladbach und Caliguri zieht es ins Wolfsrudel zum VfL. Deshalb sucht Freiburgs Sportdirektor Dirk Dufner auch in der 2. Bundesliga und bei der 1.Liga-Konkurrenz nach „Ersatz“. So könnte der Gladbacher Mike Hanke nächstes Jahr für die Breisgauer stürmen. Neben ihm hat der SC aber auch noch Daniel Ginczek, Leihgabe von Borussia Dortmund an St.Pauli, und Dustin Bomheuer vom MSV Duisburg für das Abwehrzentrum im Auge. Mit den Einnahmen von Papiss Demba Cissé, 12 Millionen (Steigerung von 1,6 auf 12 Millionen, Gewinn von 10,4 Millionen Euro) und Max Kruse, 750.000 auf 4,5 Millionen Euro, bleibt da natürlich ein bisschen was für Verstärkungen übrig. Freiburg kann eben mit wenigen finanziellen Mitteln etwas ganz ganz beeindruckendes auf die Beine stellen – tolle Arbeit Herr Dufner!
Auch wenn noch all die wichtigen Spieler da sind, sollte es am Mittwochabend im DFB-Pokal Halbfinale gegen Stuttgart trotz einer guten und kämpferischen Leistung nicht zum Finaleinzug reichen. In der Liga jedoch ist weiterhin alles drin um die Europa oder sogar Champions League. Allerdings müssen die Freiburger, um dieses Ziel zu erreichen, zum zweiten Mal in Folge gegen Stuttgart antreten.

Der früheste Fußball-Bundesliga Meister der fünfzig- jährigen Geschichte heißt FC BAYERN MÜNCHEN. Die Mannschaft die Jupp Heynckes geformt hat, hat bisher eine wahnsinnige Saison gespielt. So viele Topspieler zu einer funktionierenden Mannschaft zusammen zu bauen, ist keine leichte Aufgabe, aber der erfahrene Fußballlehrer Heynkes hat so etwas einfach drauf. Schon in Leverkusen hat er das Bewiesen. Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem siebten Meistertitel in Ihrer Bundesligakarriere als Trainer, Herr Heynckes!

Josep „Pep“ Guardiola

Eine spanische Erfolgsgeschichte eines Mannes der einem Top-Klub noch besser machte.
Barcelona ist bekanntlich eine gute Mannschaft aber Pep Guardiola hat diese noch besser und erfolgreicher gemacht. In zwei Jahren gewann der ehemalige Fußballprofi mit den „Katalanen“ 14 Titel und stieg zum besten und begehrtesten Trainer der Welt auf. Nach diesen zwei äußerst erfolgreichen Jahren nahm sich der gebürtige Spanier eine Auszeit und Zeit für ein Sabatticle in New York. In der Zwischenzeit flammten natürlich immer wieder Gerüchte über eine Rückkehr auf die Trainerbank auf – er ist ja wie gesagt einer der besten Trainer der Welt. Spekuliert wurde über eine Rückkehr nach Spanien, einen Wechsel in die englische Premier League oder eben auch in die deutsche Bundesliga. Warum es den 41- jährigen dann aber ausgerechnet in die Bundesliga zum FC Bayern und nicht in die angeblich angestrebte Premier League zog weiß niemand so wirklich. Doch das die Bundesliga durch seinen Wechsel zum FC Bayern an Qualität und vor allem an Hochachtung gewonnen hat steht fest. Vielleicht entwickelt sich die Bundesliga zu einem noch attraktiver Ziel für Top-Stars – hoffentlich.

Biathlon-Weltcup Oberhof

Im 7,5km Sprint der Damen hatten die Deutschen mal wieedr was zu feiern.

Das Rennen wurde in toller Atmosphäre um 14:30:30 durch die Schweizerin
Selina Gasparin (am Ende Platz 23) eröffnet. Als erste deutsche Starterin
ging als sechste Nadine Horchler, startet für den SC Willingen, ins Rennen. Als nächste deutsche ging Miriam Gössner aus Garmisch-Partenkirchen auf die Strecke und liefert bis auf das Schießergebnis, 2 Fehler im Stehhenanschlag, eine starke Vorstellung. Dank ihrer starken Laufleistung sicherte sich die 22-jährige den 1. Platz und damit ihren zweiten Saisonsieg. Dieser Sieg war nach den zwei Strafrunden, jeweils 150 Meter, noch nicht abzusehen, da die laufstarke Athletin mit 5,5 Sekunden Rückstand auf die Norwegerin Tora Berger zurück in die Loipe ging. Am Ende sicherte sich die Tochter einer Norwegerin und eines deutschen Vaters den Sieg mit zwei Sekunden Vorsprung auf die fehlerfrei gebliebene Gesamtweltcup- Führende doch noch den Sieg.

Podestplatz Nummer 2

Für eine weitere Überraschung sorgte die Lokalmatadorin Andrea Henkel (34) mit ihrem dritten Rang. Kurz vor de Rennen wusste noch niemand so wirklich ob die erfarhrene Sportsoldatin überhupt starten wird. Sie ging dann als 25. doch noch in das Rennen und konnte dennoch in die Top drei vorlaufen. Dies hatte sie auch ihren guten Schießergebnissen zu verdanken, einen Fehler liegend und keinen im Stehhenanschlag. Sie landete hinter Tora Berger, (0/0) +2.0 sek., mit 24,1 sek. Auf dem dritten Rang und verbesserte sich damit in der Gesamtwertung ebenfalls auf den dritten Platz.

Nadine Horchler rundete das beatliche Oberhof-Ergebnis mit ihrem sechsten Rang vernünftig ab. Sie startete wie als sechste und kam mit jeweils null Fehlern als neunte mit 1:16,1 Rückstand vor 23.500 Zuschauern ins Ziel. Franziska Hildebrand aus Halle, startet für den WSV Clausthal-Zellerfeld, kam mit einer Fehlerquote von (1/1) als vorerst 32. mit 2:32. min ins Ziel. Am Ende reichte es für die 25-jährige nur für den 42. Rang. Damit konnte sie sich für die Verfolgung am darauffolgenden Tag(Son. 6. Jan. 14:30 Uhr) qualifiezieren. Tina Bachmann verfolgte wohl das selbe Ziel, sich für die Verfolgung zu qualifiezieren. Dies gelang der 26-jährigen Erzgebirgerin, startet für die SG Stahl Schmiedeberg, mit dem 64. Rang allerdings nicht. Die ersten 60 Starterinnen haben einen Startplatz sicher. Nach dem ersten Schießen sah es für die Schmiedebergerin noch ganz gut aus. Sie schoss einen Fehler und war damit zwischen zeitlich 23. Im Stehenschießen war es dann aber keider entgültig vorbei. Mit vier Fehlern wurdde sie am Ende nur 64, im Ziel noch 51.

Bundesliga Fazit

Die Top 3

Adidas_Torfabrik_Schwellwert

Der FCB startete diese Saison sehr gut – wir erinnern uns – mit einem Startrekord. Danach konnten die Münchner ihre Form weiterhin bestätigen und stehen nun mit einem Vorsprung von neun Punkten auf dem 1. Platz. Dahinter steht überraschender Weise Bayer 04 Leverkusen. Die „Werkself“ hat mit starkem Konterfußball bisher alle Teams der Liga verblüfft. Der höchste Saisonsieg gegen Bremen fiel mit 4:1 enorm hoch aus, da die Mannschaft von Sascha Lewandowski und Sami Hyypiä die Effektivität vorm Tor stark verbessert hat. Die Form der Elf und ihrer Art Fußball zu spielen ist durch den super einstudierten Konterfußball sehr verbessert worden. Auch der BVB konnte sich nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg wieder fangen (3:1 gegen Hoffenheim) und steht nun mit zwar mehr als zwölf Punkten hinter den Bayern aber alleine schon das Gesamtbild wurde verbessert. Denn spätestens nach den letzten zwei Spielzeiten gehört der amtierende Meister in die Top 3 der Bundesliga. Da der Rückstand des BVB (und auch der der Leverkusener) sehr hoch ist dürfen jetzt keine Punkte mehr verschenk werden.

Die Top 6

Die Eintracht aus Frankfurt mischte bisher als einziger Aufsteiger so richtig die Liga auf. Nach 13 Siegen, 2 Remis, und zwei Niederlagen stehen die Hessen auf Rang 4 der Bundesliga. Maßgeblichen Anteil hat an dieser beachtliche Leistung auch Alex Meier, der seit acht Jahren ununterbrochen durch hoch und tief mit der Eintracht gegangen ist. In seiner ersten Saison (04/05) stieg der torgefährliche Mittelfeldspieler sofort in die erste Liga auf. Anschließend etablierte sich die Hessen sechs Jahre in der ersten Bundesliga, bis es 2011/12 wieder runter ging. Seit dieser Saison spielt Alex Meier mit der Eintracht wieder 1. Bundesliga. Auf die Eintracht folgt der SC aus Freiburg. Der Erfolgstrainer der letzen Saison, Christian Streich, hat auch diese Saison wieder tolles geleistet. Der fünfte Platz markiert die beste Bundesligaplatzierung der letzten sechzehn Bundesligajahre. Zuletzt gelang ein besserer Bundesligaplatz in der Saison 94/95 durch den 3. Platz unter Volker Finke. Der damalige Trainer hat somit zur Winterpause hin mit 10 Siegen, drei Unentschieden und vier Niederlagen ein Punkteplus von 6 Punkten. Das zeigt, dass der ehemalige U19- Trainer der Breisgauer mit seiner Art gut anzukommen scheint – auch bei den Profis. Der Mainzer Karnevalsverein, 1. FSV Mainz 05. Ein entscheidender Faktor, warum Mainz so weit oben steht, könnte die Eingespieltheit des Teams sein, denn im Sommer wurden nur drei weitere Spieler verpflichtet. Dadurch stimmt natürlich die Abstimmung und Spielweise sehr gut. Hinzu kommt, dass der Mainzer Coach Thomas Tuchel ein sehr Taktik orientierter Trainer ist. So ist jeder Laufweg und jeder Pass genauestens einstudiert.
Top 9
Die „Königsblauen“ am Anfang der Saison noch top am Ende flop. Zum DFB-Pokal mit einem neuen Trainer und jeder Menge Probleme. Erst die verzögerte Vertragsverlängerung des Stars Klaas-Jan Huntelaar und jetzt auch noch ohne Huub Stevens. In der Champions League und in der Liga davor noch gegen Top-Klubs wie Arsenal, Montepieller und Piräus top anschließend aber mit einem Formtief. Die aktuelle Lage in der Bundesliga mag zwar mit sieben Siegen, vier Unentschieden und sechs Niederlagen nicht gerade gut sein, aber beurlaubt man deshalb gleich einen Trainer wie Huub Stevens? Wir werden sehen wie gut sich die Gelsenkirchner ohne den Holländer aber mit einem eher unerfahrenen Trainer, was das Umgehen mit Stars angeht, wie Jens Keller schlagen. Die Trainerdebatte spielt nicht nur auf Schalke in der Winterpause eine große Rolle, auch beim FC Bayern und in Bremen wird Ausschau nach einem neuen Trainer gehalten.

Ein ständiges hin und her erlebte auch Lucien Favre mit seinen „Fohlen“. Der Saisonstart gut, in mitten der Hinrunde ein kleines Tief und ein überragender Arango beschreiben die Gladbacher Hinrunde wahrscheinlich am besten. Der Venezuelaner hat in dieser Hinrunde wichtige Punkte, durch seinen weltklasse linken Fuß, gesichert und ist damit wahrscheinlich so etwas wie eine Gladbacher Lebensversicherung. Mit sechs Siegen, sieben Unentschieden und vier Niederlagen ist es eine eher mittelmäßige Bilanz. Um in den europäischen Wettbewerb zu gelangen, muss aber auch noch eine deutliche Leistungssteigerung her. Eine ähnliche Hinrunde spielte auch der VfB Stuttgart, mit 7 Siegen, 4 Unentschieden und 6 Niederlagen liegt der VfB punktgleich mit den Borussen auf Platz 11. Ein Highlight in der schwäbischen Hinrunde war, als Coach Labbadia mit seiner „Wutrede“ die Gemüter erhitzte – wie ich finde, hatte er in allen Belangen Recht. Aus der Transferabteilung hörte man, dass der mexikanische Innenverteidiger Rodríguez, genannt Maza, den VfB verlassen möchte. Ebenso wie die Borussia müssen die Schwaben in der Rückrunde mehr Gas geben um sich für die Europa League zu qualifizieren.

Top 12
Der Bundesliga-Dino wieder im Aufwind. Seit der Rückkehr von Rafael van der Vaart herrscht wieder Aufbruchstimmung in Hamburg. Doch wenn er mal nicht dabei ist, läuft´s wieder nicht so, wie es sollte. Der Niederländer verletzte sich fünf Spieltage vor der Winterpause so „stark“, dass er für den Rest der Saison ausfiel. Thorsten Fink muss seiner Mannschaft noch beibringen, auch ohne van der Vaart und René Adler gut zu spielen und unabhängig von den beiden Hoffnungsträgern zu sein. Ansonsten steht der Hamburger SV mit 24 Punkten (sieben Siege, drei Unentschieden und sieben Niederlagen) auf Tabellenplatz 13 und hat auch noch Potenzial nach oben. Hannover 96, auf dem Statistikenblatt top, in der Tabelle nicht ganz. Mit zwei Uentschieden, acht Niederlagen und sieben Siegen spielten die Niedersachsen unter Erfolgscoach Slomka eine eher durchwachsene Hinrunde. Ein Schlüsselspieler dabei war der Ungar Szabolcs Hustzi. Mit neun Vorlagen und fünf eigenen Treffern in der Bundesliga, vier Toren und zwei Vorlagen in der Europa League, ist der Offensiv-Allrounder einer der besten Scorer und vorallem einer der besten Sommertransfers der Saison. Die Statistik verriet aber auch, dass die Hannoveraner die beste Torausbeute nach Standards hat. Die Niedersachsen sind auch das effektivste Team der Liga, denn: Sie brauchen durchschnittlich nur 6,6 Torschüsee für ein Tor. Die Statistiken zu den einzelnen Bundesligateams findet Ihr hier! Das was der Mannschaft vielleicht immer wieder die Konzentration raubte war, dass Mirko Slomak mit seiner Vertragsverlängerung so lange gezögerte. Doch vor zweieinhalb Wochen durften die Fans und vorallem die Verantwortlichen durchschnaufen. Mirko Slomak unterschrieb für weitere drei Jahre bis 2016. Um zum vierten Mal in Foge in die Europa League Qualifikation zu Gelangen müssen sich die Niedersachsen aber noch in ihrer Konstanz üben. Den Niedersachsen folgt ein Norddeutscher der den gleichen Anspruch hat, nämlich die Europa League. Die Rede ist vom SV Werder Bremen der unter Thomas Schaaf die Qualifikation zum internationalen Geschäft in mittlerweile elf Jahren „schon“ fünf Mal. Der Saisonverlauf der Bremer bis jetzt nicht zufreiden stellend, denn der Mannschaft fehlte es einfach an Konstanz und deshaln steht man auch nur auf dem zwölften Rang. Ein herber Verlust war gegen Ende der Saison der Abgang von Manager Klaus Allofs. Mit ihm kam Schaaf über zehn Jahre gut zurecht und es entwickelte sich eine enge Freundschaft. Den Abgang begründete der Manager so: „Ich bin wirklich froh hier zu sein, weil ich einfach übezeugt davon war, dass mir diese Aufgabe viel Spaß bereiten wird!“, “ Ich bin auch davon überzeugt, dass wir hier sehr gute Möglichkeiten haben, den VfL nach vorne zu bringen und die Ziele zu erreichen die wir uns vorgenomen haben“. Jetzt muss man in Bremen trotz allem weiter nach vorne schauen. Dabei wird auch der ehemalige Fußballerprofi Eichin helfen. Der Manager wird seine Arbeit offiziell im Frühjahr nach dem Saisonende der Eishockey-Spielzeit, zuletzt bei den „Kölner Haien“ angestellt, beginnen. Werder Bremen hat wirklich eine sehr gute Mannschaft, die aber noch ihre Konstanz bezüglich den Leistungen steigern muss.

Meine Meinung

Trainerwechsel

Warum wechseln Europas Topklubs häufiger die Trainer als kleiner Klubs?

Adidas_Torfabrik_Invertieren

Ein erstes Beispiel dafür ist, dass sich der FC Chelsea mitten in der Champions League von seinem Erfolgstrainer Roberto Di Matteo getrennt hat. Meint Robert Ambramowitsch, Klubbesitzer der „Blues“, etwa das es ein Team ermutigt, wenn mitten in der Saison der Trainer der sie zum CL-Titel geführt hat entlassen und ein völlig neuer kommt? Rafa Benítez, der neue Coach der „Blues“, ist nun auch kein Meistermacher. Chelsea der amtierende CL- Gewinner muss sich innerhalb eineinhalb Wochen an einen neuen Trainer gewöhnen, nur weil Ambramowitsch nicht die Geduld hat abzuwarten ob sein Team sich nach der 0:3 Niederlage gegen Juventus Turin wieder fängt. Nur mal zum Vergleich: der 1. FSV Mainz 05, der BVB und der SV Werder Bremen haben seit jeweils 4 und 11 Jahren den gleichen Trainer und sind für ihre Verhältnisse wahnsinnig erfolgreich. Borussia Dortmund ist in vier Jahren zwei Mal Meister und DFB-Pokal-Sieger geworden und findet aktuell auch in der Champions-League seine Top-Form wie in der Liga. Der SV Werder seit elf Jahren also mit Trainer Thomas Schaaf auf der Bank. Ein Team was immer wieder Saison für Saison neu aufgebaut werden musste und immer die nötige Konstanz zeigt um sich in der Liga zu etablieren. Der Mainzer Erfolgstrainer Thomas Tuchel ist nun auch schon wieder vier Jahre im Amt. An diesem Punkt muss man auch mal den Karnevalsverein loben. Das Konzept ist unheimlich durchdacht und wird seit April ´91 erfolgreich von Christian Heidel geführt. In Mainz sind die Funktionäre deshalb so erfolgreich, weil sie gelassen und ruhig an Probleme rangehen und sich die Zeit nehmen, die eine vernünftige Entscheidung braucht.

Vielleicht sollten sich auch mal Europas Topklubs eine Scheibe der Geduld und Gelassenheit der Verantwortlichen des 1. FSV Mainz 05, denen des amtierenden Deutschen Meisters Borussia Dortmund und denen des SV Werder Bremen.

Zlatan Ibrahimovic

Ein Mann, kein Kompromiss.

Der schwedische Angreifer, genannt „Ibra“, verzaubert die Fußballwelt. Sein Treffer zum 4:2 Endstand des Dienstags-Freundschaftsspiels England gegen Schweden war einfach nur WELTKLASSE! Der 1,95 Hüne des französischen Spitzenklubs Paris St. Germain ist spätenstens seit dieser Nacht einer der besten Stürmer der Welt.

Zlatan Ibrahimovic, wie alles begann

In seiner Jugend kickte der Sohn eines bosnischen Vaters und einer kroatischen Mutter bei Malmö Anadolu BI und beim FBK Balkan. Anschließend folgte ein Gastspiel beim BK Flagg ehe er 1995 in die Jugendabteilung des Malmö FF eintrat. Vier Jahre später, mit 18 Jahren, unterschrieb er seinen ersten Profivertrag und feierte sein Debüt in der schwedischen Liga Allsvenskan, allerdings mit einer Niederlage. In der Saison 1999/2000 stieg sein Heimatverein nach über 60-jähriger Zugehörigkeit der Eliteklasse ab, dennoch blieb der Stürmer Malmö FF treu. In der zweiten schwedischen Liga, der Superettan, steuerte er zwölf Tore zum direkten Wiederaufstieg bei und weckte dadurch das Interesse internationaler Topklubs. In der Aufstiegssaison verließ der Schwede seinen Klub 2001 nach der halben Spielzeit und wechselte zum niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam. Malmö FF erwirtschaftete durch den Verkauf des Talents 7,8 Millionen Euro! Mit dieser Ablösesumme war er schon mit 20 Jahren der teuerste Fußballspieler Sewdens aller Zeiten. Allerdings lief es für „Ibra“ in den ersten Monaten bis zur Entlassung des damaligen Cheftrainers Co Adriaanse nicht gerade gut. Doch unter dem neuen Trainer Koeman blühte der junge Angreifer auf und führte Ajax mit seinen Toren zur Meisterschaft in der Eredivise. Anschließend feierte er mit 21 Jahren sein Champions-League Debüt. Der AC Mailand, späterer Klub des Schweden, ließ Amsterdam im Viertelfinale scheitern. Ein Vorfall im Länderspiel seiner Schweden gegen die Niederlande soll den Abschied im darauffolgenden Jahr maßgeblich gefordert haben. Nachdem dem Stürmer nach einem Foul an Rafael van der Vaart, derzeit Hamburger SV, in diesem Länderspiel Absicht unterstellt wurde wechselte der begehrte Ibrahimovic nach dem zweiten Meistertitel in Folge nach Itlaien zu Juventus Turin, für 19 Millionen Euro. Sein Konkurrent im Sturm, David Trezeguet verletzte sich in der Saison 2004/2005 und somit fand sich Zlatan Ibrahimovic auf Anhieb in der Startformation wieder. Nachdem sein Berater Presseberichte über ein Angebot von Real Madrid über 70 Millionen Euro Ablöse lancierte steigerte sich der Marktwert weiterhin, so die Theorie. Mit weiterhin starken Leistungen wurde „Ibra“ erstmaös für dei Auszeichnung „Fußballer des Jahres“ nominiert, konnte sich aber nicht gegen international höhere Konkurrenz durchsetzten und wurde am Ende Achter. Im selben Jahr wurde er in seiner Heimat mit dem „Guldbollen“ als Schwedens Fußballer des Jahres ausgezeichnet. Durch dem Erfolg warfen sich aber auch zunehmend Probleme auf, z. B. mit dem damahligen Trainer Fabio Capello, der Ibrahimovic vermehrt auf der Außenstürmerposition einstzte womit der gelernte Mittelstürmer zwar mehr Torvorlagen aber nachtürlich weniger Tore erzielte. Dadurch forderten Fans und Presse den Einsatz des beliebten Juve- Urgesteins Alessandro Del Piero. In Folge dessen fiel „Ibra“ in ein Formtief und der Druck auf ihn stieg kontinuierlich. Im Sommer darauf zwang der Fußbal-Skandal den Abstieg Juves und die „Alte Dame“ war dazu verdammt den Stürmer in Richtung Liga-Konkurrent Inter Mailand ziehen zulassen. Dort unterschrieb der Schwede mit bosnischen und kroatischen Wurzeln einen Vierjahresvertrag und Juvemtus Turin kassierte 24,8 Millionen Euro Ablöse. Nach zunächst durchwachsenen Leistungen konnte fasste er aber in einer Serie von17 aufeinanderfolgenden Siegen mit Inter in der Spielzeit 2006/07 rechtzeitig Fuß und stellte einen europaweiten Rekord auf. Darauf hin gewann er die italienische Meisterschaft, wurde aber kurze Zeit später wegen einer Aussage über den Skandal-Verantwortilicehn Luciano Moggi heftigst kritisiert, indem er meinte senem Klub us der Lomardei fehle genau so eine Persönlichkeit. Der damalige Coach Roberto Mancini wurde trotz des Gewinns der 3. Meisterschaft in Folge emntlsasen und die Inter-Verantwortlichen stellten José Mourinho als neuen Trainer vor. Zlatan Ibrahimovic wurde darauf hin wieder zur Wahl des besten Fußballers nominiert, musste sich aber mit dem 7. Platz zufrieden geben. Ein Titel der ihm aber wieder verliehen wurde, war der “Guldbollen”, ein Titel mit dem der beste Sportler des Landes ausgezeichnet wird. Zudem verlieh ihm die schwedische Sportredaktion Sveriges Radio den “Radiosportens Jerringpris” Ein Titel den nur Sportler und Teams mit herausragenden Leistungen eines Jahres gekürt werden. Die Entscheidung fällen die Hörer des Radios. Im Juli 2009 erfüllte sich dann der Traum eines jeden Profi- Fußballers, der Wechsel zum vermeintlich besten Klub der Welt, zum FC Barcelona. In zwischen gelangt Ibrahimovic der Aufstieg zum bestbezahlten Fußballer. Sein Netto-Gehalt wurde damals mit 13,5 Millionen Euro angeben. Zusätzlich erhielt der Stürmer eine Sonderprämie über 1,5 Millionen Euro für 25 Ligatore ausbezahlt. Somit verdiente er im Jahr 2009 15 Millionen netto. Die Ereignisse überschlugen sich, denn der AIC, die Vereinigung des italienischen Fußballs, wählte ihn zu Italiens Fußballer des Jahres. Verständlicherweise als er noch bei Inter unter Vertrag stand. Mit einem Gesamtwert von 75 Millionen Euro, ging der Wechsel als zweitteuerster in die Geschichte des Fußballs ein. Im Laufe der Saison beim FCB zog der stämmige Stürmer mit mindestens einem Tor in den ersten fünf Ligaspielen mit César Rodríguez Àlvarez als gefährlichster Neuzugang in die Geschichte der Katalanen ein. Nach all diesen Ereignissen, ließen aber verständlicher Weise die Leistungen des Super-Stürmers nach und der bestbezahlteste Fußballer fand sich auf der Reservebank wieder. Mit dem neuen Chef, Pep Guardiola, stimmte das Trainer-Spieler-Verhältniss dann auch nicht mehr und „Zlatan“, sein zwischenzeitlicher Trikotname, wechselte trotz niedrigerem Gehaltsangebot asu „sportlichen Gründen“ zurück in die Serie A zum AC Milan und nicht zum englischen Topklub Manchester City. Nach einjähriger Leihe war der AC dazu verpflichtet „Ibra“ fest zu verpflichten und obwohl er nun bei Paris St. Germain in der französischen Ligue 1 zaubert, müssen die „Rossoneri“ noch weitere zwei Jahre bis 2014 die Ratenzahlung von 8 Millionen an Barca weiterführen. In der Ligue 1 läuft es für ihn bis jetzt wie geschmiert, in zehn Spielen, zehn Tore und eine Torvorlage. Insgesamt wurde der Mann mit der Trikotnummer 18 noch nie ausgewechselt und spielte somit alle 880 Minuten durch.

Nationalmannschaft

Der Anführer Schwedens Nationalmannschaft feierte bis heute noch keine wirklich großen Erfolge, den Schweden musste sich bei großen Turnieren meist schon in der Vorrunde oder im Achtelfinale geschlagen geben. Bei der Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine traf er je einmal und ist damit der erste Spieler, der bei drei Europameisterschaften jeweils zwei Tore erzielte. In den Quali- spielen zur Euro 2012 zeichnete sich mal wieder seine Torgefährlichkeit mit 5 Toren in acht Spielen eindrucksvoll ab.

Schade, das so ein Fußballer der die ganze Welt verzaubert, auch schon bald von der großen Bühne abtreten muss. Bis dahin hoffe wir auf weitere erfolgreiche Jahre des Schweden und tolle Fußballmomente.

Up!

Der Hoffenheimer Boris Vukcevic ist heute wieder aus dem Koma erwacht! Der Angreifer der Sinsheimer war vor knapp acht Wochen auf der Bundesstraße 45 frontal gegen einen LKW gerast und lag seit dem im Koma. Wie sportbild.de berichtet könne der 22-Jährige mehrere Stunden des Tages bei Bewusstsein verbringen. Die behandelnden Ärzte betonten aber auch, dass es keine Garantie für eine vollständige Wiederherstellung des gesundheitlichen Zustandes gebe. Doch erst einmal ist es doch beruhigend zu wissen, dass der junge Leistungssportler wieder erwacht ist und das wochenlange Zittern nun vorerst ein Ende hat.

Hier die aktuelle BL-Tabelle!

10. Spieltag – Kompakt!

Heute: Irre Comebacks

VfB Stuttgart – Hannover 96

Die Statistiken sprechen für die Schwaben. Der VfB hat nämlich nur eines der letzen sechzehn Heimspiele gegen die 96er verloren. Und die Niedersachsen haben zuletzt 9 von insgesamt 10 Auswärtsspielen verloren.

Nach ausgeglichenen Anfangsminuten erarbeitet sich der VfB mehr Feldvorteile und Torchancen. So auch in der 21. Minute als Raphael Holzhauser eine Flanke von rechts außen auf Ibisevic, dieser verpasst artistisch per Fallrückzieher aber hinter ihm lauert Chrsitian Gentner und drückt den Ball an Zieler vorbei zum 1.0 rein. Die Gäste aber nur kurz geschockt. Mame Diouf sechs Minuten später mit der Riesenchance. Der VfB in der Abwehr unsicher und dann kann Mame Diouf sich den Ball snappen scheitert aber letztendlich unglücklich am Innenpfosten. Szabolcs Huszti dnach aber mit einem Foul an Gentner im Strafraum. Und dann gibt es denn Pfiff und Schiedsrichter Dr. Felix Brych zeigt auf dem Punkt. Vedad Ibisevic gegen Ron-Robert Zieler, der Bosnier verwandelt sich ins rechte untere Eck, Zieler sopringt in die linke. Das auch der Halbzeitstand. Zur Oause bleibt dann Huszti in der Kabine und Schlaudraff darf für den Ungar ran. Die Niedersachsen beginnen offensiver. Stindl dann mal über die rechte Seite, flankt flach in den Strafraum, Ulreich fälscht ab aber genau vor die Füße vom Polen Arthur Sobiech ab und der Stürmer schiebt zum Anschlusstreffer ein. Der ehemalige Münchner dann nach einer Stunde und fünf Minuten auch gleich gefordert. Und zwar vom Punkt! Dr. Felix Brych zeigt zum zweiten Mal auf den Punkt. Jan Schaudraff darf ran und verwandelt icher oben links in die Ecke. Super Moral der Hannoveraner! Die 96er wollen dann noch mehr. Schin drei Minuten später wieder Hannover gefährlich und sogar so gefährlich, dass es nun 3:2 steht. Mame Diouf bleibt zuerst noch an Ulreuch hängen, aber der zwei Minuten zuvor eingewechselte Norweger Abedllaoue staubt ab. Anschließend überschlagen sich die Ereignisse und es ist nur zu sagen:“ Alle guten Dinge sind drei!“ Der Unparteiische Brych pfeift in der 72. Minuten zum dritten Mal Elfmeter. Diesmal aber Abedllaoue vom Punkt. Und der Norweger macht dann auch den „Dreier“ perfekt und unterstreicht damit eine starke Leistung. Mirko Slomka hat ebenfalls zu feiern, denn der Coach der Niedersachsen landente an diesem Abend den ersten Sieg mit seien 96er in Stuttgart.

Greuther Fürth – Borussia M´gladbach

Das zweite „Irre Comeback“ gab es in der Partie zwischen der SpVgg und der Borussia aus Gladbach. der Aufsteiger legt furios los, nach zehn Minuten schon die erste 100% Torchance für die Gäste. Nachdem Daems- Vertreter Oscar Wendt Asamoah im Strafraum umlegte gab Schiri Peter Gargelmann zu recht den Foulelfmeter, den dann wiederum Bernd Nehrig zur Führung rein machte. Kurz darauf dann der Fürth-Schock. Patrik Herrmann im Laufduell mit Thomas Kleiune und der weiß dann nichts besseres zu tun als den Gladbacher als letzten Mann mit einer Notbremse zu stoppen und sich die rote Karte abzuholen. Erst die Führung, dann der Rückschlag. In der mitte der ersten Hälfte revanchiert sich Oscar Wendt an Fürth. Der schwedische Nationlaspieler beim Konter vorn mit dabei, dann sieht der Angreifer Herrmann den Außenverteidiger und flankt präzise auf in den Strafraum und der Schwede netzt per Kopf aus kurzer Distanz ein. Zwei Minuten vor der Pause dann noch mal die „Kleeblätter“ über Sararer und Asamoah. der Ex-Schalker dann mit einem perfekten Zuspiel auf Prib un der bringt die Gastgeber in Unterzahl wieder in Führung. Nach Wiederanpfiff die Borussia wesentlich angagierter und nach sechs Minuten belohnen sich die „Fohlen“ dafür und gleichen durch Stranzl aus. Nach knapp einer Stunde nutzt Gladbach die Überlegenheit und geht durch ein Kopfballtor von Patrik Herrmann nach schöner Vorarbeit von Hanke und Rupp in Führung, das vorentscheidenden 3:2. der Aufsteiger aber weiterhin gefährlich und Ter Stegen bekommt beinahe einen 30-Meter Ball ins eigene Netz. Dann in der Nachspielzeit nochmal Gladbach im Strafraum. Dann ertönt schnell ein Pfiff und Gargelmann entscheidet zum zweiten Mal auf Elfmeter, diesmal aber wegen Handspiels des bereits verwarnten Pekovic der dann als zweiter Fürther vom Feld muss. Der Rest ist dann nur noch eine Sache zwischen Marx unfd Grün in der wieder die SpVgg das Nachsehen hat. Das 4:2 am Ende durch zwei Platzverweise und konsequente Gladbacher begünstigt. Eine Sache muss man den Fürthern aber lassen, ihren Kampfgeist.

8. Spieltag – Kompakt Created: 29.10.2012

Borussia Dortmund – FC Schalke 04

Das 81. Revierderby ist der große Aufreger an diesem Spieltag! Doch kann sich der Double-Sieger mit seinen momentanen Problemen ausgerechnet gegen Schalke befreien? Nach vierzehn gespielten Minuten sieht es erstmal ganz schlecht aus, denn genau zu diesem Zeitpunkt erzielte der Holländer Afellay das 1:0 für Königsblau! Bis zur Halbzeit kam nur wenig von Dortmund, und auch drei Minuten nach Wiederanpfiff sah es ganz schlecht aus für Dortmunds Hintermannschaft! Der Schalker- Zehner Lewis Holtby setzte mit einem Zuckerpass Marco Höger in Szene und dieser verlädt Roman Weidenfeller und schloss zum 2:0 ab. Sieben Minuten nach dem Treffer kam die Borussia nicht einmal heran. Ein Freistoß von Reus landete genau auf Lewandowskis Kopf und das Leder flog in die Maschen. Der Anschluss!? Aber anschließend kam Dortmund zwar weiter in den Strafraum, öffnete aber durch die offensive Ausrichtung immer wieder Räume für Schalker Konter. Nach neunzig Minuten hieß es dann aber verdient 2:1 für Königsblau und lässt damit die Heimspielserie von 17 Spielen ungeschlagen auch noch zerklirren!

Bayer 04 Leverkusen – 1. FSV Mainz 05

Die Leverkusener dominierten von Anfang an die Partie und hatten auch die besseren Torgelegenheiten, konnten diese aber in den Anfangsminuten nicht nutzen. Das bis dahin glückliche Remis für Mainz hielt nur bis kurz vor der Halbzeit. Genauer gesagt nur bis zur 43. Minute durch das 1:0 per Kopf durch Stefan Kießling. Nach der Halbzeit ein komplett anderes Bild, die 05er wie ausgewechselt. Dann nach 50 Minuten wird der Ungar Szalai mit eine tollen Flanke von Pospech bedient und erzielt das verdiente 1:1. Dann knappe zehn Minuten nach dem Ausgleich bereitete Szalai das 2:1 durch Kollege Risse vor, der zuvor eingewechselt wurde. Starke Aufholjagd der Mainzer. Aber gibt Leverkusen den Sieg wirklich noch aus der Hand? Nein! Leverkusen machte weiter Druck und hatte, nachdem die Mainzer den Ball nicht aus dem Strafraum klären konnten, schloss Gonzalo Castro an der Strafraumkante ab und brachte den Ball genau in der rechten unteren Ecke unter. Ein tolles Spiel endet leistungsgerecht 2:2 unentschieden.

1899 Hoffenheim – SpVgg Greuther Fürth

Die Hoffenheimer sind mit nur 7 Punkten aus 8 Spielen bisher hinter den Erwartungen geblieben. Aber auch Greuther Fürth sollte als 17. mit nur fünf Punkten aus acht Spielen langsam mal punkten. Die Gäste fingen unter diesem Aspekt gleich mal gut an, mussten aber nach acht Minuten sich mal wieder damit abfinden, einem Rückstand hinterher zu laufen. Doch auch Fürth kann treffen: kurz vor der Halbzeit dann der verdiente Ausgleich durch den Ungar Zoltán Stieber. In der Pause wusste noch niemand, dass dieser Abend ein unterhaltsamer werden wird. Wir springen in die 63. Minute. Torwart Max Grün mit dem Abschlag, die TSG gedankenschnell und Volland fängt den Ball ab, kann aber aus knapp 25 Metern die „Kleeblätter“ nicht bestrafen. Dann aber in der darauffolgenden Aktion geht Hoffenheim zum 1. Mal in Führung, der spanische Neuzugang Joselu trifft zum 2:1. Die TSG zeigte nach dem Führungstreffer aber wieder, dass sie Probleme in der Abwehr hat. Edgar Prib trifft 17 Minuten darauf mit einem trockenen Flachschuss aus 20 Metern zum 2:2. Den muss Wiese eigentlich haben. Die turbulenteste Phase der Partie ist zwei Minuten vor Schuss als erneut der Spanier Joselu zur Führung und zum Sieg trifft(?). Doch der Wahnsinn kam erst noch: in der neunzigsten Minute mit einmal Eckball für die Gäste und der erst zuvor eingewechselt Innenverteidiger Lasse Sobiech (1,96 Meter Körpergröße) steigt hoch und köpft das Leder zum 3:3 in die Maschen. Wahnsinniges Spiel und Respekt vor beiden Teams!

VfL Wolfsburg – SC Freiburg

Ernüchterung in Wolfsburg statt Europa League, Tabellenkeller. Doch der Abstand auf den Tabellenelften beträgt nur drei Punkte. Das erste Highlight lässt lange auf sich warten, nachdem beide Teams aus der Abtast-Phase raus sind. Der 7-Millionen-Mann, Bas Dost, mit der Flanke auf Hasani und dieser zwingt Oliver Baumann zu einer Glanzparade. Nur eine Minute später das gleiche Bild auf der Gegenseite. Nach einem tollen Pass von Jendrisek auf Schmid wird auch der Schweizer Nationaltorhüter zu einer Parade gefordert. Nach vielen kleinen Fouls und Bemühungen auf beiden Seiten verdirbt sich Wolfsburg die Chance auf einen Sieg leider selbst. Fünf Minuten vor der Pause kommt Naldo im Strafraum gegen Jendrisek zu spät und Daniel Caliguri vollstreckt super. Benaglio zwar in der richtigen Ecke aber der Ball ist halb hoch In der linken Hälfte platziert und zu stark geschossen. Nach der Halbzeit gehört die erste Chance wieder den Breisgauern. Wieder war es Caligiuri, der Benaglio zu einer Weltklasseparade zwingt, einzig der Keeper kann bei den „Wölfen“ überzeugen. In Freiburg nach einer knappen Stunde weiterhin der SC am Drücker, aber noch ohne dem entscheidenden 2:0. Die Fans pfiffen jetzt schon seit geraumer Zeit und forderten die Entlassung Magaths. Sechzig Sekunden später erneut das Aluminium für Freiburg, nach einem tollen Schlenzer von Caligiuri. Dann mal wieder der VfL: nach einer Ecke landet Olic im Tor – der Ball nicht. Dann die Vorentscheidung fünf Minuten vor Schluss. Jonathan Schmid legt nach einem schönen Konter auf Schuster ab und der 27-jährige Mittelfeldspieler erzielt sein erstes Saisontor. Das ist dann wie gesagt die Entscheidung und der VfL ist jetzt endgültig im Tabellenkeller. Der SC Freiburg rangiert jetzt mit 11 Punkten aus acht Spielen auf dem 7. Rang.

Eintracht Frankfurt- Hannover 96

Die Überrraschungsmannschaft der Liga gegen den Stammgast der Europa Leaugue. Die Hessen stehen seit dem 2. Spieltag ununterbrochen auf Rang 2 und sind Bayern- Jäger Nummer 1. Die Niedersachsen konnten aber die letzten drei Duelle für sich entscheiden. Frankfurt in der Anfangsphase mit dem Vorwärtsgang drin und mit den besseren Aktionen. Nach fünf Minuten gleich die Chance über links. Außenverteidiger Oczipka mit der Flanke, Rode verpasst aber Karim Matmour mit seinem ersten Tor nach 45 Minuten und mit dem schnellsten BL- Tor nach 5 Jahren. Nach zwanzig Minuten weiterhin Einbahnstraßen- Fußball in Richtung 96er- Strafraum. An der nächsten guten Chance ist wieder Oczipka beteiligt. Seine Flanke erreicht Inui, dieser weiter auf Aigner und Außen warten Verteidiger Jung und verwandelt aus spitzem Winkel zum 2:0. Kurz vor der Pause kommt Hannover besser ins Spiel und auch Torwart Trapp wird einmal geprüft. Eggimann mit dem Kopfball. Zwei Minuten später die letzten Aktion vor der Pause über Stindl, in der Mitte lauert Abdellaoue und schiebt zum 2:1 ein. Der Anschlusstreffer zur Pause. Nach dem Brake die Eintracht zuerst wieder mit Überwasser. Aber auch Hannoer weiterhin mit guten Chancen. Die beste zwanzig Minuten vor Schluss, als Ya Konan aus kurzer Distanz an Kevin Trapp scheitert. Nach achtzig Minuten dann die Vorentscheidung. Frankfurt mit einem schönen Konter über Celozzi und Alexander Meier ist per Kopf zur Stelle. Das 3:1 und Hannover ist geschlagen. Frankfurt meldet sich eindrucksvoll zurück und ist zurück in der Spur. Hannover verliert das erste Mal nach drei Partien wieder gegen Frankfurt.

Fortuna Düsseldorf- FC Bayern München

Die Bayern können in Düsseldorf den Startrekord perfekt machen aber auch die Fortuna ist erst einmal geschlagen worden und die Euphorie steigt natürlich auch noch einmal wenn man gegen Bayern spielt. Nach zehn Minuten zeigen sich die Bayern präsent und die Fortuna stand sich bis jetzt eher selber im Weg. Ein Beispiel ist, dass Juanan den Ball klären will dann aber von Giefer eine Glanztat erfordert um das Eigentor zu vermeiden. Nach einer halben Stunde dann der Nackenschlag für Düsseldorf. Ribery kommt mal über die Außen durch und in er Mitte verwandelt Mandzukic zum 0:1 und beginnt damit ein Tor- Festival. Sechs Minuten später ein Standard für den FCB: Thomas Müller gewinnt das Kopfballduell, und am zweiten Pfosten lauert Gustavo und schiebt zum 0:2 ein. Ein kurioses Tor in der 36. Minuten, in dieser Situation Giefer der Pechvogel, der Ball prallt von seinem Haupt ins eigene Tor. Düsseldorf kommt dann stark aus der Halbzeit und auch Manuel Neuer wird jetzt geprüft. In der 50. Spielminute düpiert Robbie Kruse auf der rechten Seite gegen Badstuber und bringt eine gefährliche Flanke in den Strafraum, Neuer kann klären. Doch die Überlegenheit der Bayern ist auch drei Minuten später wieder zu erkennen, als der Franzose Franck Ribery den Ball im Strafraum in den Rücken der Abwehr legt und dort dem lauernden Müller zum 0:3 auflegt. Nach einer Stunde hat der Franzose dann die Chance seine starke Leistung mit einem Tor zu krönen kommt aber nicht gegen Giefer an. Die Bayern weiter überlegen und Düsseldorf kommt nur gelegentlich zu gefährlichen Aktionen. In der Schlussphase nimmt Bayern beim Spielstand von 0:3 ein wenig das Tempo raus spielt aber weiterhin offensiv. Ab der 77. Spielminute dann auch mit dem wiedergenesenen David Alaba der letzte Saison vor seinem Mittelfußbruch die linke Verteidigerposition so gut ausfüllte. In der 86. Minute krönt dann auch Müller mit dem Doppelpack und dem 0:4 seine Leistung und David Alaba mit seinem ersten Assist im ersten Spiel mit der A-Mannschaft. Eine Minute darauf dann der völlige K.O. Für Düsseldorf. Und wieder ist es Ribery der den Assist gibt und der Rechtsverteidiger Rafinha aus zehn Metern vorbei an Giefer zum 0:5. der wieder erstarkte Thomas Müller mit seinem sechsten Saisontor. Mehr als nach 33. Spieltagen der vergangenen Saison. Das Ende einer furiosen Partie der Bayern gegen die Fortuna aus Düsseldorf. Mit dem 0:5 stellt Bayern einen einen Startrekord auf.

SV Werder Bremen – Borussia Mönchengladbach

Beide Teams mit dem bisherigen Verlauf unzufrieden. Werder mit zwei Niederlagen in Folge und Gladbach mit Rang 10 auch nicht gerade glücklich. Kein gutes Omen, wenn man seit 25 Jahren nicht mehr in Bremen gewinne konnte. Gladbach und Bremen mit Chancen aber bisher noch 0:0. Bremen mit leichten Vorteilen. Nach einer Gladbacher Ecke brennt´s im Bremer Strafraum lichterloh aber Havard Nordveidt muss sich per Volley mit Alu anfreunden. Dann aber acht Minuten vor der Pause Eckball Bremen und Fehler Ter Stegen, Pedersen steht bereit und köpft in die Maschen. Das 1:0. in der 45. Minute noch einmal Bremen. Hunt mit einem Traumpass auf Arnautovic und der Österreicher mit einem gefühlvollen Lupfer zum 2:0. Der doppelte rückschlag für Gladbach. Nach dreiundfünfzig Minuten wieder einmal Gladbach mit Xhaka aus der Distanz – knapp drüber. Noch zwanzig Minuten und die Borussia nach einem Eckball in Schwierigkeiten, kann den Ball nicht klären und der starke Werder- Stürmer Arnautovic mit einem Schlenzer nur knapp vorbei. Bremen jetzt deutlich überlegen. Konter Bremen über Marko Arnautovic gegen zwei Gladbacher behält er die Nerven und die nötigen Übersicht. Lupfer auf den mitgelaufenen Youngster Füllkrug und der ballert die Kugel unhaltbar unter die Latte. Keine Chance für Ter Stegen. Das 3:0. Vier Minuten vor Schluss noch mal Ecke Werder. Aaron Hunt auf Junuzovic, den zweiten österreichischen Nationalspieler, und der defensiv Mann artistisch zum Endstand, dem 4:0. Gladbach wieder geschlagen und Bremen mit einem sensationellen Arnautovic zum hoch verdienten 4:0 Heimsieg.

FC Augsburg – 1. FC Nürnberg

Die Franken unter Trainer Hecking noch nie mit fünf Niederlagen in Serie und Augsburg hat die Chance das erste Mal überhaupt in der Bundesliga vor Nürnberg zu stehen. Beide Teams beginnen stark aber die erste Torszene gehört dem “Club“. Nach einer Flanke von Esswein verpassen Pekhardt und Gebhardt nur knapp, Glück für Augsburg. In der nächsten gefährlichen Szene ist jetzt aber der Kasten von FCN- Torhüter Schäfer in Gefahr. Aber nach dem Freistoß von Werner kann Vogt die Kugel nicht kontrolliert auf den Kasten bringen und der Ball geht deutlich drüber. Diese Teams schenken sich hier nichts. Danach leider ein bisschen Leerlauf und die nächste Szene lässt knapp dreißig Minuten auf sich warten. Wieder wird Schäfer geprüft und hält sicher gegen die Hoffenheim- Leihgabe Musona. Zur Hälfte 2 muss dann Schlussmann Schäfer verletzt raus und Hecking bringt Ersatzmann Rakovsky. Der wird dann schon gleich bei einer Ecke geprüft und nach einem Gewusel im Nürnberger Strafraum hat Rakovsky den Ball erst im Nachfassen sicher. Augsburg danach aber mit den besseren Chancen und Rakovsky rückt nun immer mehr in den Mittelpunkt. So auch in der 67. Minute als Oehrl und Bance am bärenstarken Youngster scheitern. Danach verflacht die Partei bis zum Abpfiff wieder und Nürnberg kann den Negativtrend nur mit Ach und Krach stoppen.

Hamburger SV – VfB Stuttgart

das Duell der Gegensätze. Der HSV hat sich mit VdV auf den 7. Rang gekämpft und könnte bei einem Sieg auf Rang 4 vor rücken. Der VfB hingegen hat nur zwei Punkte Vorsprung aufs Tabellenende. Entsprechend legt der VfB los, keine siebzig nach dem Anpfiff, Harnik frei vor Adler aber der Österreicher kommt nicht gegen den starken Keeper an. Ein munterer Beginn beider Teams den auch Ulreich wird vom HSV gefordert. Eine Viertelstunde absolviert und wieder der VfB. Gentner. auf Ibisevic und der Bosnier knapp vorbei am rechten Eck. In der 27. Minute der große Auftritt von Ibrahima Traore. Er spielt die gesamte Hamburger Hintermannschaft schwindelig könnte abspielen versucht es aber alleine und Adler kann parieren. Drei Minuten später wieder der VfB über Harnik in der Mitte lauert Ibisevic und bekommt den Pass und schiebt zum 0:1 ein. Der VfB verdient in Führung. Kurz vor der Pause noch mal der HSV über Badelj, der Serbe hält drauf Ulreich ohne Chance aber die Latte steht im Weg und der Abstauber ins Tor vom Letten Rudnevs wegen Abseitses nicht gegeben. Nach knapp einer Stunde in einer umkämpften Partie wieder der HSV, Diekmeier mit der Flanke in den Sechzehner, eine zu kurze Abwehr des VfB lädt Hamburg ein, Schuss vom eingewechselten Beister, Ulreich mit dem Abpraller und Jansen mit dem Kopfball – knapp drüber. Der HSV drängt auf den Ausgleich aber auch der VfB weiterhin gefährlich. Adler hält Hamburg mit klasse Reflexen in der Partie. Und zum Schluss der HSV mit einer Doppelchance durch Rudnevs und Son aber Ulreich mit super Reflexen. Schlussendlich bleibt es in Hamburg beim 0:1 für Stuttgart, die sich damit von der Abstiegszone entfernen.

Das war der 8. Spieltag – Kompakt!


Links:

Meine Fußballfreunde:
Stefan Mauriz

2 Gedanken zu „Anpfiff – Blog zur 50. Jubiläumssaison der Fußball-Bundesliga

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s